Scharfmacher

1. Februar 2005, 07:00
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Forscher/innen haben mit Pheromonen junger Frauen experimentiert: das Ergebnis soll keine/n kalt lassen - ein Kommentar

Frauen in den Wechseljahren soll geholfen werden. Mal wieder. Nein, nicht wieder die Hormon-Schiene. Auch wenn das Wort ähnlich klingt. "Pheromon". P-h-e-r-o-m-o-n.

Diese Botenstoffe des (in diesem Fall) menschlichen Sexualsystems haben britische Wissenschafter/innen an der Harvard University - unter der Leitung der beiden Forscherinnen Joah Friebely und Susan Rako - in Sachen Revitalisierung eingesetzt. Wen es wieder zu beleben galt: Die Libido von Frauen über +-50. Mit Erfolg, wie die im "New Scientist" veröffentlichten Ergenisse wissen lassen.

Aufgesext

Bei Versuchsreihe wurden die Pheromon-Imitate der US-amerikanischen Biologin Winnifried Cutler verwendet, die diese ursprünglich und erstmals aus dem Schweisssektret junger Frauen isolieren konnte - Maiden melken quasi.
Zweiundzwanzig Frauen jenseits der Wechseljahre parfümierten sich über eine Zeitspanne von sechs Wochen mit einem Duftstoff, dem diese hergestellten Pheromone beigemischt waren; ebenso viele Frauen bekamen ebenfalls diesen Duftstoff, aber ohne die Dreingabe des Imitats. Weder die Probandinnen noch die Forscher/innen wussten, wer welchen Duftstoff ausgehändigt bekam. Aus den Tagebuch- beziehungsweise Testverlaufsaufzeichnungen ging hervor, dass die mit Pheromonen manipulierten/manipulierenden Frauen im Gegensatz zu denen aus der Kontrollgruppe von ihren Gespielen umschwärmt wie Honig von Bären. Achtung: Hybris. Dennoch war der Effekt einer Steigerung der sexuellen Begegnungen auffällig. Und nun?

Eins, zwei, kaufen

...dürfte das Parfum samt Effekt bald erhältich sein, um Symptome zu kaschieren. Statistisch gesehen steht es um die psychosoziale Gesundheit älterer Frauen schlechter als um die jedes anderen Bevölkerungssegments. Viele Faktoren und biografische Elemente haben ihre Spuren hinterlassen, Erfahrungen sind gelebt und erinnert und stellen für viele Frauen eine derartige Belastung dar, dass sie libidinöse Belange zum Frühstück verspeisen. Oder eine Pharmakeule zum Aufsexen einfach lächerlich erscheinen lassen.
Aber für diese Frauen ist ein solches Mittelchen wohl sowieso nicht ged/macht. Wem also ist wird geholfen?
Hier beisst sich die Katze in den Schwanz. In ihren wohl parfümierten.
Die Entdeckerin des Jung-Frauen-Pheromon-Imitats Winnifried Cutler, der auch das "Athena Institute for Womens Wellness Research Center" in den USA gehört, wird es uns bei Zeiten wissen lassen. Und auch das Geheimnis um das bis jetzt geheim gehaltene Herstellungsverfahren der Kunst-Pheromone lüften - wenn sie nicht nur Entwicklerin sondern auch "Besitzerin" desselben ist - die Patentanmeldung ist bereits in die Wege geleitet. (bto)

01.02.2005
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    Einen Quasi-Jungbrunnen aus der Flasche (oder welchem Behältnis auch immer) verspricht eine neue Entwicklung aus einer britischen Pharmaküche.
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