Energie kostete 2004 halbe Milliarde mehr

17. Februar 2005, 10:47
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Energie war im Vorjahr durchschnittlich um 6,4 Prozent teurer - Gesamtausgaben der Haushalte bei 8,2 Milliarden Euro - Heizöl und Sprit empfindlich teurer

Wien - Die höheren Energiepreise haben den österreichischen Haushalten im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Energieverwertungsagentur (E.V.A) Mehrkosten von bis zu 500 Mio. Euro beschert. Im Durchschnitt kostete Energie 2004 um 6,4 Prozent mehr als im Jahr davor. Neben Strom und Gas haben sich vor allem Heizöl und Treibstoffe empfindlich verteuert.

Wie die E.V.A. der APA am Montag mitteilte, gaben die Haushalte insgesamt 8,2 Mrd. Euro für Energie aus. Davon entfielen rund 37 Prozent auf Treibstoffe, rund 28 Prozent auf Strom und rund 35 Prozent aufs Heizen. Umgelegt auf einen durchschnittlichen österreichischen Haushalt entspricht das Energieausgaben von rund 2.500 Euro.

Mineralölpreise zogen kräftig an

Mit plus 6,4 Prozent sind die Energiepreise 2004 wesentlich stärker gestiegen als 2003 (+0,9 Prozent). In Summe wuchsen die im Verbraucherpreisindex (VPI) erfassten Güter und Dienstleistungen im selben Zeitraum - wie berichtet - um 2,1 Prozent. Laut E.V.A. sind die Energiepreise damit real um 4,3 Prozent gestiegen.

Deutliche Steigerungen gab es bei den Mineralölpreisen, die im Schnitt um 9,8 Prozent anzogen (nach plus 0,4 Prozent 2003). So wurde Heizöl extra leicht um 15,3 Prozent teurer (von 2002 auf 2003 waren die Heizölpreise um 3,1 Prozent gestiegen). Im Dezember 2003 kostete der Liter Heizöl extra leicht im Österreich-Schnitt rund 38 Cent, während 12 Monate später dafür rund 51 Cent aufzuwenden waren. Normalbenzin war 2004 durchschnittlich um 8,1 Prozent teurer, Superbenzin um 7,6 Prozent und Diesel um 11,1 Prozent.

Starker Anstieg bei fossilen Brennstoffen

Die Strompreise legten gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent zu, 2003 hatte der Anstieg 1,1 Prozent betragen. Gas wurde im Jahresdurchschnitt 2004 um 5,5 Prozent teurer (2003: +1,4 Prozent), Fernwärme um 4,0 (nach +0,2) Prozent und Brennholz um 0,6 (nach +3,0 Prozent). Am stärksten fiel der Preisanstieg bei festen fossilen Brennstoffen wie Steinkohle mit plus 14,6 Prozent, Braunkohlebriketts (+14,0 Prozent) und Koks (+24,0 Prozent) aus.

Im Dezember sind die Energiepreise im Jahresabstand um 11,6 Prozent gestiegen, wie die E.V.A. heute weiter bekannt gab. Ohne diese Teuerung hätte sich der Verbraucherpreisindex nur um 2,3 (statt 2,9) Prozent erhöht. Markante Preissteigerungen verzeichneten Mineralöle (+19,5 Prozent) und Kohle (+21,6 Prozent), teurer wurden auch Gas und Strom (um jeweils 5,1 Prozent). Gegenüber dem Vormonat November 2004 sanken die Energiepreise um 0,8 Prozent. (APA)

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