Für die Anwendung von Erfolgsrezepten

21. Juli 2005, 09:53
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Kopierbar sind Karrieren nicht. Die Workshops der Siemens-Academy wollen aber Elemente für die Anwendung von Erfolgsrezepten aufbereiten

Auf die Frage, wo er denn überall studiert habe, sagte der legendäre Unternehmer und Becker-Promotor Ion Tiriac einst: "An der Universität des Lebens." Davon leitet Siemens die Academy of Life ab. Seit fünf Jahren lädt der Elektronikmulti in Wien zum jeweils einjährigen Studium an seiner Academy.

Rund 200 Jungunternehmer und Nachwuchsführungskräfte können sich in Kooperation mit dem STANDARD für ein kostenloses Stipendium bewerben und das Auf und Ab prominenter Karrieren nachvollziehen.

"Das ist immer eine spannende Mischung, weil da ein Junggastronom neben einer Vorstandsassistentin sitzt", so Karl Wessely, einer der Academy-Erfinder und Leiter des Siemens-Forums. Stargäste bis jetzt waren unter anderen Waris Dirie, Klaus Küng und Herbert Grönemeyer. Nach dem aktuellen Stargast Stephan Eberharter folgt im März UN-Friedensbotschafterin Jane Goodall.

Da Erfolg bekanntlich viele Gesichter hat und Erfolgsrezepte schwer kopierbar sind, vertieft die Academy das Lernen in acht Workshops, in denen unter Chairman Peter Dusek, Leiter des ORF-Fernseharchives, in einer multilateralen Analyse die Karrieren der Stargäste studiert werden.

Kurt Molik aus dem Marketing/Verkauf der Generali Versicherung leitet das Department Wirtschaft. Sein Ziel: "Die Studenten sollen ihre wirtschaftlichen Ziele erkennen und überprüfen, Meilensteine für die eigene Zielerreichung markieren können."

Risa Schuhmeister-Schmatral, Staatsanwältin im Sonderreferat Organisiertes Verbrechen in Wien, leitet das Department Recht und untersucht in ihrem Workshop ethische Aspekte und Rechtsrahmen.

Bernd Matouschek, Sprachwissenschafter und PR-Berater bei Ecker & Partner, untersucht mit seinen Studenten die Anwendungsebene von Kommunikationsinstrumenten.

Michael Ecker, Facharzt für medizinische Labordiagnostik in Krems, betrachtet den Einsatz wissenschaftlicher Methoden und Erkenntnisse und widmet sich dem Thema der Innovation.

Claudia Killermann, klinische Psychologin, beschäftigt sich in ihrem Workshop mit Verhaltensweisen, Identitätsschemata, Wertesystemen und Visionen.

Eugen-Maria Schulak, Philosoph in Wien, leitet das Department Weltbild und widmet sich Weltbildern, die Erfolg ermöglichen, arbeitet mit typischen Erfolgs-und Misserfolgsmustern.

Schauspieler Wolfgang Kainz sucht in seinem Workshop der "Bühne des Lebens" nach Rollen und Rollenmusters, nach dem inneren Genius.

Susanne Grob, systemischer Coach, untersucht Beziehungen und Systeme rund um das Auf und Ab von Karrieren. (kbau, Der Standard, Printausgabe 29./30.1.2005)

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