Postenspiele im ORF

23. Februar 2005, 13:48
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Spekulationen um die nächsten ORF-Direktoren sprießen - Oberhauser als Programm-, Mück als Infodirektor gehandelt

Die Spekulationen um die nächsten ORF-Direktoren sprießen - obwohl der Vertragsschluss der Amtierenden erst Winter 2006 ist. Weil, so heißt es, die ÖVP vitales Interesse habe, ihre Machtposition im ORF rechtzeitig einzuzementieren. ORF-Generaldirektorin Monika Lindner hat ihre Wiederkandidatur bereits vor Monaten versprochen. Über ihr Team hat sie freilich kein Wort verloren.

Aktuelle Gerüchtelage: Für Programmdirektor Reinhard Skolic und Informationsdirektor Gerhard Draxler ist Sendeschluss; ebenso für Hörfunk-Chef Kurt Rammerstorfer und Online-Direktor Ronald Schwärzler. Nur der SPÖ-nahe Finanzchef Alexander Wrabetz sitzt relativ absturzsicher. Als Programmchef wird Sportchef und Bundesliga-Verlierer Elmar Oberhauser kolportiert. Und - Überraschung - als Info-Direktor Chefredakteur Werner Mück. Indiz dafür: Bei seinem 60er, zu dem die ORF-Generalin jüngst ins Wiener Demel geladen hat, saßen Kanzler Wolfgang Schüssel, VP-Klubchef Willi Molterer und Nationalratspräsident Andreas Khol am Tisch des Jubilars.

Kleines Apercu: Lindners 60er-Fest im Herbst hat Raiffeisen-General Christian Konrad ausgerichtet.

Die potenziellen ORF-Aufsteiger dementieren. Mück: "Gerüchte, mit denen ich mich nicht beschäftige." Oberhauser: "Schwachsinn. Ich kann 2006 in Pension gehen und möchte noch etwas anderes machen." (Renate Graber/DER STANDARD, Printausgabe, 31.1.2005)

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