HVB hofft für heuer auf Gewinn

7. Februar 2005, 14:33
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Die BA-CA-Mutter will nach Abschreibungen in der Höhe von 2,5 Milliarden Euro 2005 zumindest die Kapitalkosten verdienen

München - Nach einem Verlust für das vorige Geschäftsjahr rechnet die Münchner HypoVereinsbank (HVB) für heuer wieder mit einem Milliardengewinn. "Ich erwarte für das laufende Jahr, dass wir mindestens die Kapitalkosten verdienen", sagte Bankchef Dieter Rampl der Welt am Sonntag. Dies entspreche laut dem Bericht einem Gewinn von mindestens einer Milliarde Euro.

Die zweitgrößte deutsche Bank, Mutter der Bank Austria Creditanstalt, hat zuletzt Abschreibungen von 2,5 Mrd. Euro auf Not leidende Immobilienkredite vorgenommen, wodurch 2004 zum dritten Mal in Folge ein hoher Verlust anfiel.

Laut einem HVB-Manager laufen die Gespräche über den geplanten Verkauf der HVB-Immobilienkredite "auf Hochtouren".

Konjunkturabhängigkeit

Der HVB-Chef selbst verwies auf die Abhängigkeit der deutschen Banken von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung: "Wenn die Weltwirtschaft überraschend einbricht, womit ich nicht rechne, oder Deutschland im laufenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent unterschreitet", kämen die hiesigen Institute in Schwierigkeiten.

Volkswirte rechnen für 2005 mit einem Wirtschaftswachstum zwischen 0,8 und 2,0 Prozent. (Reuters, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 31.01.2005)

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