Clint Eastwoods Oscar-Chancen steigen

3. Februar 2005, 19:44
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Sein Boxer-Drama "Million Dollar Baby" wurde von der amerikanischen Regisseurs- vereinigung ausgezeichnet

Los Angeles - Vier Wochen vor der Oscar-Vergabe hat Clint Eastwood für sein Boxer-Drama "Million Dollar Baby" den Preis der amerikanischen Regisseursvereinigung (DGA) erhalten.

Der deutsche Dokumentarfilm "Die Geschichte vom weinenden Kamel", von Studenten der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF), wurde in der Nacht zum Sonntag in Los Angeles mit dem Regie-Preis für Dokumentationen bedacht.

Scorsese ging erneut leer aus

Mit der Wahl von Eastwood zum besten Regisseur des Jahres 2004 sind nun auch dessen Oscar-Chancen gestiegen. In den vergangenen 56 Jahren der DGA-Preisverleihungen erhielt der Gewinner dieser Auszeichnung bis auf sechs Ausnahmen auch den Oscar. Damit wurden die Preishoffnungen von "Aviator"-Regisseur Martin Scorsese erneut enttäuscht, der bereits sechs mal für eine DGA-Trophäe nominiert worden war, aber immer leer ausging. Eastwood hatte bereits 1993 mit dem Western "Erbarmungslos" die DGA- und Oscar-Trophäe als bester Regisseur geholt.

Mit elf Oscar-Nominierungen, darunter auch für Scorsese, geht "Aviator" am 27. Februar als Favorit in das Rennen um Hollywoods begehrteste Filmpreise. Eastwoods "Million Dollar Baby" steigt mit sieben Nominierungen in den Ring. Schon bei der Golden Globe Vergabe im Jänner hatte sich Eastwood den Regie-Preis erkämpft.

Neben Eastwood und Scorsese waren bei den DGA-Awards auch der Schweizer Marc Forster ("Wenn Träume fliegen lernen"), Alexander Payne ("Sideways") und Taylor Hackford ("Ray") im Wettbewerb.

"Die Geschichte vom weinenden Kamel", ein Film von Luigi Falorni und der Mongolin Byambasuren Davaa über eine Kamelmutter und ihr Junges in der Wüste Gobi, war am vergangenen Dienstag auch für einen Oscar nominiert worden. Im Wettbewerb der Directors Guild of America konnte sich der Dokumentarfilm unter anderem gegen Michael Moores "Fahrenheit 9/11" durchsetzten. (APA/dpa)

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Million Dollar Baby

  • Clint Eastwood (im Bild als Frankie Dunn in "Million Dollar Baby") ist von der Regisseursvereinigung ausgezeichnet worden.
    bild: warner bros.

    Clint Eastwood (im Bild als Frankie Dunn in "Million Dollar Baby") ist von der Regisseursvereinigung ausgezeichnet worden.

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