Angelina Jolie kann auf Schauspielerei verzichten

6. Februar 2005, 21:11
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Die UN-Sonderbotschafterin gastiert in Davos, um auf die Flüchtlingsproblematik aufmerksam zu machen

Davos - Hollywood-Star und UN-Sonderbotschafterin Angelina Jolie kann sich etwas Besseres vorstellen als die Schauspielerei: Die Zeit mit ihrem Sohn zu verbringen und für das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR herumzureisen, sei "erfüllender" und interessanter, sagte Jolie am Samstag vor Journalisten beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Außerdem ist es wichtiger", fügte sie hinzu.

Es falle ihr schwer, nach einer viermonatigen Pause wieder zu arbeiten. Im Rampenlicht zu bleiben, sei allerdings wichtig für ihre humanitäre Arbeit. In ihrem ersten Jahr als UN-Sonderbotschafterin habe sie ihre UN-Missionen aber ohne Begleitung durch Medien erfüllt: "Ich wollte zumindest ein solides Jahr haben, um zu wissen, was ich eigentlich unterstütze."

Auslandsaufenthalte

Jolie besuchte als UNHCR-Sonderbotschafterin 20 Länder in vier Jahren, darunter Kambodscha, Ecuador, Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste), Sierra Leone, Thailand, Sri Lanka und den Sudan. Als besonders hart empfand sie die Begegnung mit einem kleinen Mädchen: Die Sechsjährige habe ihre kleine Schwester über eine Grenze getragen; seine Eltern seien vor ihren Augen getötet worden. Das Kind habe damals apathisch vor sich hingestarrt. Wie sie erfahren habe, erholte sich das Mädchen und wollte ein halbes Jahr später bereits wieder zur Schule gehen.

In Davos kam Jolie mit Wirtschaftsführern zusammen und nahm an einer Podiumsdiskussion über die Ursachen von Flüchtlingsdramen teil. (APA/AFP)

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    Angelina Jolie beim "World Economic Forum" in Genf

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