Malysz muss Heimsieg teilen

12. Februar 2005, 13:54
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Der Pole gewann in Zakopane ex aequo mit dem Norweger Ljökelsöy - Höllwarth Sechster, Widhölzl auf Rang neun

Zakopane - Mit seinem dritten Saisonsieg und dem 27. Weltcup-Erfolg hat Lokalmatador Adam Malysz am Samstagabend die knapp 30.000 Zuschauer im Skisprungstadion von Zakopane in Jubelstimmung versetzt. Teilen musste er sich den ersten Platz allerdings mit dem Norweger Roar Ljökelsöy, es war der erste ex-aequo-Erfolg in der Geschichte des Skisprung-Weltcups nach Andraes Goldberger (AUT)/Ari-Pekka Nikkola (FIN) vor neun Jahren und der erst siebente überhaupt. Die Österreicher zeigten sich nicht so stark wie zuletzt, Martin Höllwarth wurde als bester Sechster.

Landung verwackelt

Malysz legte im Finaldurchgang vor Heimpublikum einen 131-m-Sprung vor, verwackelte allerdings die Landung, der Halbzeitführende Ljökelsöy setzte 128 m nach, was zum geteilten ersten Platz reichte (je 268,9 Punkte). Dritter wurde der Finnen Risto Jussilainen, Vierter dessen Landsmann Janne Ahonen, der die Führung im Gesamtweltcup auf 1.446 Punkte ausbaute. Hinter dem Tschechen Jakub Janda (950) ist Höllwarth Dritter (896), Malysz liegt auf Platz vier (894).

"Ich hab's gewusst, ich hab's gewusst", jubelte Polens Springerchef Heinz Kuttin während der Siegerehrung. "Und am Sonntag legt Adam noch einen drauf", versprach der Villacher und bediente sich dabei der Statistik. "Vor zwei Jahren belegte Malysz in Zakopane zwei Mal den dritten Platz, im Vorjahr war er zwei Mal Zweiter und heuer.... "

Unzufriedener Pointner

Sauer war hingegen Alexander Pointner. "Martin ist im ersten Versuch wieder einmal zu aufrecht weggesprungen, dadurch fehlte ihm im Schlussdrittel des Fluges die Geschwindigkeit." Zweitbester Österreicher wurde Andreas Wildhölzl als Neunter, Thomas Morgenstern Zwölfter. Punkte gab es auch für Balthasar Schneider (20.), Andreas Kofler (21.) und Wolfgang Loitzl (26.). Von den acht qualifizierten Springern hatte es Andreas Goldberger (40.) und Martin Koch (42.) nicht in das Finale geschafft.

Vollauf zufrieden war Pointner mir Schneider, der Führende im Kontinentalcup hat seine Nominierung bestätigt. "An ihm werden wir noch eine große Freude haben", sagte der ÖSV-Cheftrainer. (APA)

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    Adam Malysz vor einer, wie in Zakopane üblich, beeindruckenden Kulisse.

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