Küchengarten: Gut geplant ist halb geerntet

10. Februar 2005, 16:30
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Nutzpflanzen in dekorativer Präsentation

Auch wenn's bis zum Beginn der Gartensaison in den meisten Regionen Österreichs noch ein Weilchen dauert, können sich Grün-Freaks schon jetzt im geliebten Milieu betätigen. Zumindest auf dem Papier. Denn was im Frühjahr wo sprießen soll, will jetzt geplant werden.

Besonders wichtig ist sorgfältige Planung bei Küchengärten - nur allzu häufig vertragen sich wahllos neben einander gesetzte Pflanzen nämlich ganz und gar nicht. Und dass ein Nutzgarten durchaus auch hohe ästhetische Ansprüche erfüllen kann, bedenkt mancher Hobbygärtner erst gar nicht. Dabei leuchten etwa die Stängel mancher Mangoldsorten im prächtigsten Scharlachrot, und Artischockenblüten können es allemal mit "normalen" Blumen aufnehmen.

Anregungen und Anleitungen zu solch einem ungewöhnlichen Garten Eden gibt der informative Bildband "Der neue Küchengarten": Vom mediterranen Innenhof bis zum bäuerlichen Obstgarten, von der "Vorratskammer Balkon" bis zur "alkoholischen Ecke", von der "Renaissance-Pracht" bis zum "bunten Gemüseteppich" finden sich in diesem liebevoll gestalteten Buch detaillierte Musterpläne, Pflanztipps und -tricks. Technischen Abläufen - was wann wo und wie zu geschehen hat - wird ebenso Platz eingeräumt wie den häufigsten Schädlingen und Krankheiten. Darüber hinaus erläutert Autorin Anna Pavord Spezifisches zur Kultur jeder vorgestellten Kräuter-, Obst- und Gemüsesorte, empfiehlt Sorten und verrät ihre Lieblingsrezepte. Das Ganze ist in ein großzügiges Layout verpackt, dessen mehr als 450 Farbfotos selbst in ansonsten passiven Gartennutzern die Lust zum "Garteln" wecken. (Marie-Therese Gudenus , DER STANDARD, Printausgabe vom 29./30.1.2004)

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