Heinrich Traumüller wird neuer FMA-Chef

4. Februar 2005, 10:56
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Wunschkandidat Grassers als Nachfolger von Andreas Grünbichler

Wien - Die Entscheidung, wer künftig die Finanzmarktaufsicht (FMA) leiten wird, ist gefallen. Heinrich Traumüller heißt der Mann, der die unabhängige Aufsichtsbehörde künftig führen wird und dem ebenso kämpferischen wie umstrittenen Andreas Grünbichler nachfolgt. Wie nicht anders zu erwarten, hat sich Finanzminister Karl-Heinz Grasser in der sensiblen Besetzungsfrage durchgesetzt. Traumüller war von 2000 bis 2002 Grassers erster Kabinettchef und zuletzt Personalchef in der Himmelpfortgasse und interimistischer FMA-Vorstand.

Seine Bewerbung im Rahmen der Ausschreibung war von einem kleinen und offenbar nicht ausschlaggebenden Makel überschattet gewesen. Der 47jährige hatte seinen Weg deshalb nicht auf die Short-List des Personalberaters gefunden, weil ihm jene zwei Praxisjahre fehlen, die er laut Ausschreibung in einem von der FMA beaufsichtigten Bereich hätte vorweisen müssen. Ein Involvierter: "Dieses Manko wird dadurch kompensiert, dass Traumüller sehr vom Finanzminister forciert worden ist. Die Entscheidung ist nicht optimal, aber auch nicht schlecht."" Aus Bankkreisen (unter Grünbichler hat die FMA strikt und kompromisslos beaufsichtigt, was zu groben Querelen geführt hatte) ist ein gewisses Aufatmen zu vernehmen: "Die beiden FMA-Chefs Kurt Pribil und Traumüller werden stärkere Dialogbereitschaft zeigen."

Bereits am Dienstag soll der Ministerrat die Personalie absegnen. Die offizielle Bestellung erfolgt durch den Bundespräsidenten. (Renate Graber, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29./30.1.2005)

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