Experte: GM hat schlechte Karten in Europa

3. Februar 2005, 15:26
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Für den Zeitraum 2000 bis 2005 Verluste von 4,6 Mrd. erwartet - "Dramatische Situation"

Hamburg - Der Verlust des Autokonzerns General Motors in Europa wird nach Einschätzung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer in den Jahren 2000 bis 2005 etwa 4,6 Mrd. Euro betragen. Für dieses Jahr schätzt Dudenhöffer das Minus auf 700 Mio. Euro. Für 2000 bis 2004 bezifferte er den Verlust auf 3,9 Mrd. Euro.

Hartes Jahr 2005

Im laufenden Jahr muss GM in Europa nicht nur die Probleme bei Opel lösen, sondern gleichzeitig auch noch die Vertragsstreitigkeiten mit FIAT ausräumen, was laut Dudenhöffer "wohl kaum unter 1 Mrd. Euro für GM verhandelt werden kann".

Auf der anderen Seite wird GM im Automarkt West-Europa im Jahr 2005 leicht Marktanteil und auf Grund eines besseren Marktes leicht Volumen gegenüber dem Vorjahr gewinnen, wie der Experte voraussagte. Der Volumengewinn komme dabei durch Opel und Daewoo während Saab ohne neue Modelle leicht verlieren werde.

Zu viel Kapazität

Bei Opel soll der neue Zafira und der Astra Caravan, der dann das ganze Jahr verfügbar sein wird, den Marktanteil leicht steigern. Dennoch werde GM-Europa nicht an Kapazitätsreduktionen vorbeikommen. GME habe derzeit Überkapazitäten von gut 300.000 Fahrzeugen pro Jahr.

Die hohen Verluste machen laut Dudenhöffer Druck auf die Sanierung bei Opel. "Die Situation für GM ist also dramatisch in Europa." Allerdings wäre Opel ohne GM längst Pleite, meinte Dudenhöffer. (APA/AP)

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