Krebs: Erkrankungsrisiko hängt nicht mit Persönlichkeitszügen zusammen

2. Februar 2005, 14:16
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Fast 30.000 Menschen aus dem schwedischen Zwillingsregister untersucht

New York - Die Entstehung von Krebs hat nichts mit den Charaktereigenschaften eines Menschen zu tun. Eine große dänische Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass insbesondere Extrovertiertheit und Neurosen sich nicht auf die Entstehung von Tumoren auswirken. Immer wieder wird behauptet, dass bestimmte Charakterzüge das Krebsrisiko beeinflussen, wobei manche Forscher in der Vergangenheit vermutet haben, dass insbesondere sehr extrovertierte und neurotische Menschen eher zu bestimmten Verhaltensweisen wie etwa Zigarettenkonsum neigen, die wiederum das Erkrankungsrisiko beeinflussen.

Die Studie des Kopenhagener Instituts für Krebsepidemiologie bestätigt diesen Verdacht nicht. Die Forscher untersuchten fast 30.000 Menschen aus dem schwedischen Zwillingsregister. In dieser Gruppe traten über einen Zeitraum von 25 Jahren insgesamt knapp 1.900 Krebserkrankungen auf. Analysen der erhobenen Daten ergaben für keine Krebsart einen Zusammenhang zu Neurosen oder Extrovertiertheit. "Wir fanden keinen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen bestimmten Persönlichkeitszügen und Krebsrisiko", schreiben die Forscher in der Zeitschrift "Cancer". "Zudem fanden wir keine Daten für eine indirekte Verbindung, bei der bestimmte Persönlichkeitszüge das Verhalten beeinflussen und sich so über Umwege auf das Krebsrisiko auswirken." (APA/AP)

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