Niederösterreich: Schlichten statt prozessieren

1. Februar 2005, 07:54
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Streite zwischen Käufern und Warenanbietern sollten fair, aber tunlichst ohne Gang zu Gericht ablaufen

St. Pölten - Streite zwischen Käufern und Warenanbietern sollten fair, aber tunlichst ohne Gang zu Gericht ablaufen, wünscht sich Niederösterreichs Konsumentenschutzlandesrätin Christa Kranzl (SP). Und kündigt aus diesem Grund die Schaffung einer Schlichtungsstelle für Konsumentenschutz im Land an.

Konkret sollten je ein Vertreter von Wirtschafts- und Arbeiterkammer sowie von Kranzls eigenen Ressorts die Aufgabe der Vermittlung in verfahrenen konsumentenschützerischen Konflikten übernehmen. Ein Pilotversuch mit vier konkreten Fällen im Jahr 2004 habe "durchwegs positive Lösungen" gebracht.

Beratung wird von den niederösterreichischen Konsumenten indes stark in Anspruch genommen: bei der Arbeiterkammer, die in diesem Bereich in Kooperation mit dem Land seit 2002 auch Nicht-Kammermitgliedern hilft, im Vorjahr etwa 12.000-mal. Probleme machten vor allem Internetshopping, Haustürgeschäfte, Reisen, Produktumtausch sowie Fremdwährungskredite. (bri, DER STANDARD Printausgabe 28.1.2005)

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