HSV und Toppmöller stellen Forderungen

2. Februar 2005, 14:30
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Pokal-Aus in Paderborn für HSV "null und nichtig" - Toppmöller will Hoyzer und DFB verklagen

Hamburg - Der Hamburger SV hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufgefordert, das Ausscheiden aus dem DFB-Pokal rückgängig zu machen. "Wir können jetzt mit Sicherheit davon ausgehen, dass unser Pokalspiel in Paderborn verschoben wurde und wir durch Betrug ausgeschieden sind. Ich gehe davon aus, dass dieses Spiel und das Ergebnis für null und nichtig erklärt werden und wir weiterhin am DFB-Pokal teilnehmen können", sagte Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann am Donnerstag in Hamburg.

Manipuliertes 2:4 beim Drittligisten Paderborn

Die Hamburger waren im August vergangenen Jahres in der ersten Pokalrunde durch ein 2:4 beim Drittligisten SC Paderborn ausgeschieden. Hoyzer hatte unter anderem zwei unberechtige Elfmeter gegen den Bundesligisten gepfiffen und Emile Mpenza vom Platz gestellt. Mit einem späteren Sieg über den MSV Duisburg erreichte der SC Paderborn gar das Pokal-Achtelfinale und scheiterte dort am SC Freiburg. Die Freiburger treffen im Viertelfinale auf Bayern München.

Hoffmann, der sich zudem zivilrechtliche Schritte gegen Hoyzer vorbehält, sieht den HSV als "Hauptgeschädigten in dieser Angelegenheit". Der DFB hatte in den vergangenen Tagen jedoch mehrfach eine Wiederholung des Pokalspiels ausgeschlossen. "Das ist die Meinung des DFB-Präsidiums. Das ist aber keine Entscheidung, die das Präsidium fällen kann, sondern nur das Sportgericht", sagte Hoffmann. "Bis zum Viertelfinale am 1. März erwarten wir eine flexible, angemessene Reaktion des DFB."

Die Art und Weise einer Rückkehr in den Pokal-Wettbewerb ließ Hoffmann offen: "Ich warte auf Vorschläge des DFB." Er räumte allerdings ein, das es sich um "ein schwieriges Verfahren" handele. Der HSV-Chef kann sich als Alternative auch die Zahlung eines Schmerzensgeldes, dessen Höhe er noch nicht beziffern will, vorstellen. Dennoch betont er: "Ein sportlicher Ausgleich ist wichtiger als eine finanzielle Entschädigung."

Toppmöllers "Anfang vom Ende"

Der damalige HSV-Trainer Klaus Toppmöller will laut "Hamburger Abendblatt" Hoyzer und den DFB wegen manipulierter Spiele auf Schadenersatz verklagen. "Unsere Niederlage im DFB- Pokalspiel in Paderborn war mein Anfang vom Ende als HSV-Trainer. Ich ahnte schon damals, dass es bei dieser Pleite nicht mit rechten Dingen zugehen konnte", sagte Toppmöller der Zeitung. Toppmöller war am 17. Oktober des vergangenen Jahres wegen Erfolglosigkeit beurlaubt worden. (APA/dpa)

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