Staatsanwaltschaft Innsbruck wehrt sich gegen Vorwürfe

3. Februar 2005, 15:19
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Keine Verfahrensverzögerung - Gutachten noch ausständig

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat die Vorwürfe des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider (F) im Zusammenhang mit der Causa Tiroler Loden am Donnerstag zurückgewiesen. Eine Verfahrensverzögerung könne der Staatsanwaltschaft nicht vorgeworfen werden. Derzeit sei die Untersuchungsrichterin am Zug, so der leitende Staatsanwalt Rudolf Koll in einer Stellungnahme.

Laut Koll ist ein Gutachten in dem Verfahren noch ausständig, daher sei die Voruntersuchung noch nicht beendet: "Damit können wir nicht entscheiden, wir können nur die Untersuchungsrichterin drängen, die Voruntersuchung zu beenden und uns den Akt zu übergeben." Dies geschehe laufend. Die Staatsanwaltschaft lasse sich jedenfalls "von Außenrufen nicht stören, auch nicht durch einen Landeshauptmann".

Auch den zweiten Vorwurf Haiders, die Anklagebehörde sei trotz schwere Vorwürfe gegen die ermittelnden Kriminalbeamten des BKA untätig geblieben, wies Koll zurück. Dafür habe man eigens einen Staatsanwalt abgestellt, der die Causa "ohne Verzögerung" bearbeite.

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