Literarische Beiträge über das "Wesen Europas"

1. Februar 2005, 13:06
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Erstes "Vienna Writer's Festival" im April

Wien - Bereits im Vorjahr hat der britische Autor Michael March als langjähriger Veranstalter der Prague Writer's Festival versucht, dieses auch in Wien zu etablieren. Mit Unterstützung des österreichischen P.E.N.-Club unternimmt er nun einen zweiten Anlauf, als Premiere: Das erste Vienna Writer's Festival - Motto: "Casanova, der letzte Europäer" - wird am 26. April mit einer Diskussion im Palais Schwarzenberg eröffnet. Bis 30. April stellt dann das RadioKulturhaus seine Räumlichkeiten für abendliche Lesungen und Gespräche zur Verfügung.

Warum Casanova tatsächlich "letzter Europäer" sein soll, wollte Michael March bei der ersten Festivalspräsentation (gemeinsam mit P.E.N.-Präsident Jirí Grusa) noch nicht verraten. Bekannt gegeben wurden aber jene Autoren, die Texte und Gesprächsbeiträge über "das Wesen Europas und den Niedergang der Menschheit" liefern werden, darunter Per Olov Enquist, Irvine Welsh, Robert Stone, Anna Mitgutsch, Peter Stephasn Jungk und Zeruya Shalev.

In Wien findet derzeit das Treffen des internationalen P.E.N.-Club statt. Zukünftige Strategien und Projekte werden entwickelt, so etwa ein Kongress in der Türkei, um die kurdische und türkische Gemeinschaft im Dialog über Sprache zusammenzuführen. Weitere Anliegen sind, so Grusa, etwa Schriftsteller hinter Gittern, ein Treffen internationaler Autorinnen und eine Konferenz über die mitteleuropäischen Literaturen aus der Perspektive des Nachdenkens über die Gründe der Missdeutungen nationalen Stolzes. (red, APA/DER STANDARD, Printausgabe, 28.01.2005)

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