Streit um Internetbilder von Heidi Klum beigelegt

6. Februar 2005, 16:20
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Närrische Auseinandersetzung

Fast wäre es ernst geworden im Kölner Karneval: Ein Streit um angekündigte Rosenmontags-Livebilder auf der Homepage von Heidi Klum sorgte wenige Tage vor dem Höhepunkt des närrischen Treibens für Aufregung. Das Supermodel aus Bergisch Gladbach will mit ihrem Verlobten Seal auf dem Wagen der Roten Funken im Rosenmontagszug mitfahren und plante zunächst, rund 40 Bilder per Handy aufzunehmen und live auf ihre Website zu stellen.

Niemals

Das erzürnte den Leiter des Rosenmontagszuges, Alexander von Chiari, der klarstellte: "Das wird niemals möglich sein." Da der Westdeutsche Rundfunk (WDR) die alleinigen Rechte an der Live-Übertragung habe, könnten die geplanten Klum-Bilder nicht erlaubt werden. Am Abend gelang dann die Lösung.

live im Web

Die Klum-Bilder werden demnach live im Internet gezeigt, allerdings auf der Website des WDR, wie das Festkomitee des Kölner Karnevals und der WDR mitteilten. "Frau Klum hat aber das Recht, live und parallel zu den WDR-Bildern auch Bilder für ihre eigene Website zu verwerten", erläuterte WDR-Sprecher Rüdiger Oppers den Kompromiss. "Wir alle sind froh über diese Lösung, die wir nach nur wenigen Minuten am Telefon erreichen konnten."

Klum will zum Gladbacher Sonntagszug und zum Kölner Rosenmontagszug, dabei eine Uniform tragen und Fruchtgummis der Marke "Heidi" unters Volk bringen. Ihr Vater Günther Klum betonte, es solle bei den Handy-Fotos keineswegs der Verlauf des Zuges gezeigt werden oder die einzelnen Mottowagen: "Wir wollen den Fans doch nur zeigen, wie viel Spaß die Heidi und Seal haben."

Wir haben ganz klare Vereinbarungen mit dem WDR, nach denen Kameras und Live-Bilder verboten sind"

Wenig spaßig fanden das allerdings die Organisatoren des berühmten kilometerlangen Zuges, der jedes Jahr ein Millionen-Publikum anlockt. "Wir haben ganz klare Vereinbarungen mit dem WDR, nach denen Kameras und Live-Bilder verboten sind. Nur der WDR darf Bilder live ausstrahlen", sagte von Chiari. Nach dem Kompromiss zeigte er sich erleichtert.(APA)

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