Blair fordert US-Verantwortung ein

2. Februar 2005, 12:33
3 Postings

"Die Mehrheit hat nicht immer Recht, aber sie verdient, angehört zu werden"

Davos - Der britische Premierminister Tony Blair hat die USA aufgefordert, den Klimaschutz ernst zu nehmen. Eine sehr große Zahl von unabhängigen und überzeugenden Stimmen hätten Hinweise für eine Klimaänderung vorgelegt, sagte Blair am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos. "Die Mehrheit hat nicht immer Recht", sagte Blair. "Aber sie verdient, angehört zu werden." Auch wenn in den USA noch nicht alle Zweifel ausgeräumt seien, müsse gehandelt werden: "Wir müssen ein klares Signal senden, dass wir uns gemeinsam in Richtung einer Reduzierung der Treibhausgase bewegen, während wir die wissenschaftlichen Daten auswerten."

Unter den meisten europäischen Staaten wird davon ausgegangen, dass eine von Treibhausgasen erzeugte globale Erwärmung eine Tatsache ist. Die US-Regierung teilt diese Ansicht jedoch nicht. Sie hat sich unter anderem geweigert, das Kyoto-Klimaschutzprotokoll zu unterzeichnen. (APA/Reuters)

Share if you care.