Intershop: Höherer Verlust nach Vergleich in den USA

6. Februar 2005, 16:13
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Verlust von bis zu 8,7 Millionen Euro erwartet

Der defizitäre Jenaer Softwarehersteller Intershop Communications erwartet wegen Rückstellungen nach einem Vergleich in einem Rechtsstreit in den USA einen höheren Verlust im Geschäftsjahr 2004 als bisher. Zugleich gab das Unternehmen die erfolgreiche Ausgabe von Teilschuldverschreibungen bekannt.

Verlust erwartet

Im wesentlichen wegen der Rückstellungen von voraussichtlich 2,3 Millionen Euro für den Vergleich rechne Intershop nun im Geschäftsjahr mit einem Verlust von bis zu 8,7 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Mittwochabend nach Börsenschluss in einer Pflichtveröffentlichung mit. Im Oktober hatte Intershop noch einen Verlust zwischen 4,5 und 5,5 Millionen Euro erwartet. Die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Jahr 2004 wolle das Unternehmen am 10. Februar veröffentlichen. Intershop habe sich zu dem Vergleich in einem Sammelklageverfahren in den USA entschlossen, um eine weitere aufwendige Prozessführung mit ungewissem Ausgang zu vermeiden, hieß es. Dabei sei es um angeblich unrichtige Angaben des Unternehmens im Jahr 2000 gegangen.

Schuldverschreibungen

Aus der im November angekündigten Null-Kupon-Wandelanleihe seien Schuldverschreibungen im Wert von 10,4 Millionen Euro gezeichnet worden, teilte Intershop weiter mit. Mit dem erreichten Zeichnungsvolumen von mehr als fünf Millionen dieser Papiere sei die Voraussetzung für die erfolgreiche Ausgabe der Wandelanleihe erfüllt.

Intershop-Aktien hatten Mittwoch an der Börse in Frankfurt entgegen dem allgemeinen Trend mit 1,50 Euro um knapp 12,8 Prozent höher geschlossen.(APA/Reuters)

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