Umzugspläne kanadischer Ureinwohner aus Tsunami-Angst

2. Februar 2005, 13:50
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Bilder aus Asien und Erinnerung an historische Katastrophe im Westen Kanadas Anlass zur Übersiedelung in höhere Gebiete

Vancouver - Die Bilder vom Tsunami in Asien und die Berichte von einem ähnlichen Ereignis 1700 an der Westküste von Vancouver Island haben jetzt mehrere indigene Gemeinschaften in Kanada dazu bewogen, über einen Umzug in höher gelegene Gebiete nachzudenken. Wie die Zeitung "Globe and Mail" am Mittwoch berichtete, haben die Vertreter von mehreren im Nuu-chah-nulth Tribal Council zusammen gefassten Siedlungen in Pazifiknähe mit insgesamt rund 3.000 Einwohnern einen Antrag auf Hilfen durch die kanadische Regierung und die Provinz British Columbia für einen Umzug gestellt.

Vor 305 Jahren am 26. Jänner 1700 hatte ein Tsunami die kanadische Küste heimgesucht und die indigenen Gemeinschaften dort hart getroffen. Das Ereignis wurde später mythologisiert. Daraus wurde ein gigantischer Donnervogel, der mit einem Wal von den Ausmaßen eines Berges kämpfte. Dies wurde zu einem Motiv auch in der Kunst der Ureinwohner an der Pazifikküste, das auf Totempfählen, Malereien und auf Masken auftauchte. (APA/AP)

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