Deutsche Regierung senkt Wachstumsprognose auf 1,6 Prozent

4. Februar 2005, 13:37
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Arbeitslosigkeit wird auf 4,43 Millionen steigen - Hoffnung auf Anspringen der Binnenkonjunktur

Berlin - Die deutsche Regierung hat ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr auf 1,6 Prozent nach unten korrigiert. Dies geht aus dem aktuellen Jahreswirtschaftsbericht hervor, den das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin verabschiedete.

Bisher hatte der deutsche Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) offiziell noch mit einem etwas stärkeren Wachstum von 1,7 Prozent gerechnet.

Die Zahl der Arbeitslosen wird dem Bericht zufolge im Jahresdurchschnitt um rund 50.000 auf 4,43 Millionen ansteigen und damit ebenfalls stärker als von Clement bisher angenommen.

Statistischer Effekt

Wird der statistische Effekt aus der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe im Zuge der Hartz-IV-Reform berücksichtigt, könnte die Arbeitslosenzahl demnach sogar um 150.000 ansteigen.

Kräftigere Wachstumsimpulse für die Wirtschaft erhofft sich die Regierung bei nachlassender Exportdynamik durch eine "erstarkende Binnenkonjunktur". So soll laut Jahreswirtschaftsbericht der private Konsum 2005 um 0,7 Prozent zulegen, für die Ausrüstungsinvestitionen wird ein Plus von 5,5 Prozent veranschlagt. (APA)

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