Neue Initiative der Industrie gegen P2P-Hersteller

17. Februar 2005, 16:25
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US-Musik- und Filmindustrie will Gerichte dazu bringen, alte Urteile aufzuheben

Die US-amerikanischen Industrieverbände Recording Industry Association of America (RIAA) und die Motion Picture Association of America (MPAA) starten eine neue Initiative im Kampf gegen die Hersteller von P2P-Tauschbörsen.

Urteile aufheben

Die Industrieverbände wollen unter anderem, dass das Supreme Court ältere Urteile, die gegen die Industrie entschieden wurden, wieder aufheben. Experten sehen darin eine große Bedrohung für Hersteller und Kunden - auch aus anderen Bereichen. Eines der Urteile, das die Branchenvertreter revidiert wissen wollen, ist bereits 20 Jahre alt. Damals ging es um die Verbreitung von Sonys Betamax-Videorekordern. Nach dem Antrag der damaligen Kläger sollte die Verbreitung verboten werden, da es den Kunden ermöglicht durch die Geräte ermöglicht werde illegale Raubkopien anzufertigen. Das Gericht entschied damals zugunsten von Sony und kam zu dem Schluss, dass der Verkauf legal sei, da es auch legale Anwendungen geben würde. Dieses Urteil wurde bislang von den Anwälten der P2P-Clients zitiert, da auch diese nicht nur illegale Aktivitäten zuließen, sondern eben auch legale.

Kein Grund

Sowohl RIAA als auch MPAA haben zwar gemeldet, dass es ihnen nicht um ie Abschaffung dieses Urteils gehe, sondern vielmehr einfach darum, dass "diese Rechtfertigung und Verteidigung mit der Berufung auf die Sony-Entscheidung für StreamCast Networks, den Hersteller von Morpheus und Grokster, nicht gelte, da nichts Sehen und nichts Hören wollen, nicht geduldet werden kann". Während sich die Interessensverbände auf den Schutz des geistigen Eigentums berufen, orten Kritiker andere Probleme und vor allem eine wahre Flut neuer Klagen. So könnten dann etwa Klagen gegen Hersteller von CD- oder DVD-Rohlingen und Brennern ebenso wie gegen Festplatten-, Video- oder DVD-Rekorder eingereicht werden.(red)

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