Wiener Städtische zahlt mehr Dividende

3. Februar 2005, 14:47
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Versicherungskonzern erwirtschaftet 2004 Gewinnverdopplung - Prämienplus von 16 Prozent von Ostgeschäft getragen

Wien - Der börsenotierte Versicherungskonzern Wiener Städtische hat 2004 den Vorsteuergewinn (EGT) nach vorläufigen Zahlen auf rund 110 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Wie das Wiener Unternehmen am Mittwoch ad hoc ankündigte, wird die Dividende um 20 Prozent von 45 auf 55 Cent pro Vorzugsaktie erhöht.

Ziele bei weitem übertroffen

"Wir haben unsere Ziele für das Jahr 2004 bei weitem übertroffen", so Generaldirektor Günter Geyer. Die Prämieneinnahmen des Konzerns, der in 15 Ländern Zentral- und Osteuropas tätig ist, stiegen im abgelaufenen Jahr um rund 16 Prozent auf rund 4,5 Mrd. Euro. Die so genannte Combined Ratio (nach Rückversicherung) verbesserte sich weiter und lag laut den Angaben deutlich unter 100 Prozent.

Im laufenden Jahr 2005 peilt die Wiener Städtische in der Gruppe ein Prämienvolumen von mindestens 4,7 Mrd. Euro, einen Vorsteuergewinn (EGT) von mindestens 140 Mio. Euro auf HGB-Basis und eine Combined Ratio (nach Rückversicherung) an, die weiterhin deutlich unter 100 Prozent liegen soll. Der Trend zeige weiter aufwärts, hieß es.

Positiver Ausblick auf 2005

"Das hohe Wachstumspotenzial in den Reformländern, die anhaltende Nachfrage nach privater Altersvorsorge in Österreich sowie konsequentes Kostenmanagement machen uns zuversichtlich, dass die Wiener Städtische Gruppe ihre Ziele für 2005 - steigende Prämien, zweistellige Zuwachsrate beim EGT und eine kontinuierlich verbesserte Combined Ratio - erreichen wird", wird Generaldirektor Günter Geyer in einer Ad hoc-Information zitiert.

Die starke Position in den Reformländern will Geyer in den kommenden Jahren durch organisches Wachstum der bereits vorhandenen Unternehmen und ausgewählte Zukäufe weiter ausbauen. Ziel sei es, "mit unseren Auslandsgesellschaften unter die Top fünf am jeweils regionalen Markt zu kommen".

Gute Ostgeschäfte

Die österreichische Gruppe Wiener Städtische hat in Zentral- und Osteuropa rund 11 Millionen Kunden, mehr als 14 Millionen Versicherungsverträge und 1.200 Filialen in 15 Ländern dieser Region.

Getragen war das Wachstum der Wiener Städtischen im vergangenen Jahr 2004 vor allem von den Auslandstöchtern: In den osteuropäischen Märkten hat der börsenotierte Konzern bei den verrechneten Prämien um 34,2 Prozent auf 1,43 Mrd. Euro kräftig zugelegt. In Österreich stieg das Prämienvolumen gegenüber dem Vorjahr "nur" um 8,9 Prozent auf 3,03 Mrd. Euro.

Starke Wachstumsdynamik der Auslandsanteile

Die Entwicklung des Auslandsanteils der letzten Jahre zeigt laut Städtischer eine starke Wachstumsdynamik: "Wurde 1999 noch jeder achte Prämien-Euro außerhalb Österreichs lukriert, war es 2004 schon jeder dritte."

Im Städtische-Konzern stieg der Vorsteuergewinn (EGT) 2004 nach vorläufigen Zahlen um rund 120 Prozent auf rund 110 Mio. Euro. Die Auslandsgesellschaften haben dabei ein EGT von rund 30 Mio. Euro eingefahren. "Das sind bereits rund 30 Prozent des Gesamt-EGT des Konzerns", sagte Generaldirektor Günter Geyer.

Heuer soll das Osteuropa-Geschäft weiter forciert werden. Für 2005 stellte Geyer heute einen Ergebnisbeitrag der Auslandsgesellschaften in Höhe von 40 Mio. Euro in Aussicht. Die für die Städtische erfolgreichsten Märkte außerhalb Österreichs waren zuletzt Tschechien und die Slowakei. (APA)

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    Generaldirektor Günter Geyer

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