300 Millionen Euro für BMW-Werk Steyr

7. Februar 2005, 14:35
posten

Weitere Investition in Motorenfertigung - Keine neuen Arbeitsplätze, aber bestehende Jobs werden dadurch abgesichert

Wien/Steyr - Nach einer 2003 begonnenen 500-Millionen-Euro-Investition investiert BMW in seinem Motorenwerk im oberösterreichischen Steyr weitere 300 Millionen, mit denen in den nächsten Jahren die Produktion von Dieselmotoren ausgebaut und flexibler gemacht werden kann. Dies sagte Werner Adelberger, Chef der BMW Motoren GmbH, am Dienstag in Wien. Durch die neue Investition, deren erste Tranche noch im heurigen Jahr fließen wird, soll die Kapazität der Dieselmotorenproduktion um längerfristig mehr als 40 Prozent über das Niveau des Jahres 2003 (rund 400.000 Stück) gesteigert werden.

Die auf sechs Jahre angelegte Erweiterung werde zwar kaum mehr Arbeitsplätze bringen, jedoch die bestehenden Jobs in Steyr absichern, sagte Adelberger. Sie werde ermöglichen, dass die heute drei Schichten auf zwei zurückgefahren werden können. Mit dem Geld soll eine Montagehalle in Steyr vergrößert und eine weitere Produktionslinie angeschafft werden.

Sondereffekte

Mit insgesamt 717.000 produzierten Motoren, einem Plus von 20 Prozent, hat die Fabrik im heurigen Jahr einen Produktionsrekord verzeichnet. 2005 erwartet man eine Steigerung des Outputs auf 800.000 Diesel- und Benzinmotoren. Der Hintergrund: Das nahe gelegene Produktionswerk in München muss umgerüstet werden, weswegen Steyr auf ein halbes Jahr die Münchner Produktion von Sechs-Zylinder-Benzinmotoren übernehmen muss. 2006 werde der Ausstoß wieder auf 600.000 bis 700.000 Stück zurückgehen.

Im vergangenen Jahr wurden in Steyr etwa zwei Drittel Diesel- und ein Drittel Benzinmotoren produziert. Zur Abdeckung von Produktionsspitzen beschäftigt BMW in Steyr heute um 200 Personen mehr als noch vor einem Jahr - allerdings nicht als Mitglieder der Stammbelegschaft, sondern als Arbeitskräfte mit befristeten Dienstverträgen.

Als Wünsche an den Gesetzgeber sprach Adelberger die Verlängerung der täglichen Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden sowie die Verlängerung des Durchrechnungszeitraums auf über ein Jahr an. (APA)

Share if you care.