"Marketingkampagne nach der Schularbeit"

2. Dezember 2005, 15:10
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Ein Ziel des Wettbewerbs Cyberschool ist es, dass Schüler Kontakte zur Wirtschaft knüpfen und ihre Ideen auch wirtschaftlich nutzbar machen

Wien - Einige Sieger der letzten Jahre spielten sich mit Start-up-Gedanken, vereinzelt folgte auch der Schritt in die Selbstständigkeit.

Aus der Kooperation mit dem Landesklinikum St. Pölten entstand das Siegerprojekt 2004 in der Kategorie "Technics": eine Patientendatenbank. "Gemeinsam mit Primarius Rauchenwald", wie Projektleiter Markus Wilthaner (21) erklärt, wurde "das System entwickelt und nachher Support geleistet". Geplant war, "das Programm zuerst zu testen, um es auch anderen Kliniken anzubieten".

Das Projekt "APA - Auswertung der Datenbanksuche" brachte dem Kärntner HTL-Absolventen Thomas Koren 2003 einen 4. Platz in der "Technics"-Kategorie. Ziel des Maturaprojektes war es, mit Java eine MySQL-Datenbank zu kreieren, die Abfragen aus der APA sammelt, um die Recherchegewohnheiten der User zu ermitteln. "Das Projekt war eine Herausforderung, und es hat ein Jahr gedauert, auch aufgrund der APA-Datenmengen", berichtet Thomas. "Wir waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das System hat sehr gut funktioniert, und wir lassen es auch in periodischen Abständen wiederholen", erklärt Gerhard Rudinger von der APA-IT. Für "das sehr gelungene" Maturaprojekt habe es von der APA ein "Anerkennungshonorar" gegeben.

Der Vöcklabrucker HTL-Schüler Helmut Spinder (20) und ein Kollege gewannen 2003 den zweiten Preis, auch bei den "Technics", mit der Website wachauer.com. "Es war eine Idee des Juniors", meint Sonja Wachauer, Schüler die Webpage des Fahrzeugherstellers designen zu lassen. Das Team bekam 1500 €.

Rat auf Mausklick

Ein Preisträger des Jahres 2003, Patrick Schöpfer (17) - er ist Schüler an der HAK Völkermarkt - programmierte die Website Rat-im-Netz.at und betreut sie ehrenamtlich, obwohl er "gerne etwas verdienen würde". Bis jetzt ist das Projekt, das an das Jugendzentrum Völkermarkt gekoppelt ist, in einer "Probephase". Es gebe Anwenderanfragen, aber "ohne Werbung auf Schulhomepages ist es schwer, die Nutzerzahlen zu steigern", so Patrick. "Sobald ich meine Schularbeiten hinter mir habe, werde ich eine große Marketingkampagne starten und es auch der Kärntner Landesregierung vorstellen", so seine Pläne für die Zukunft. (DER STANDARD, Printausgabe, 25.1.2005)

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