Appell von Chefredakteuren für im Irak vermisste Pariser Journalistin

2. Februar 2005, 14:46
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Florence Aubenas am 5. Jänner in Bagdad verschwunden

Mehr als 40 Chefredakteure und andere hohe Vertreter von Nachrichtenagenturen, Printmedien und Rundfunkanstalten in Frankreich haben in einem gemeinsamen Appell ihre Solidarität mit der Journalistin Florence Aubenas bekundet, die seit dem 5. Jänner gemeinsam mit ihrem irakischen Übersetzer Hussein Hanoun im Irak vermisst wird. Der Appell wurde am Montag im Anschluss an eine Versammlung der Chefredakteure vom Verleger der Tageszeitung "Liberation", Serge July, verlesen. Aubenas war in Bagdad als Sonderberichterstatterin für die Tageszeitung "Liberation" tätig.

Die Botschaft wird in allen Zeitungen, Radios und Fernsehsendern veröffentlicht, die sich an der Initiative beteiligt haben. In dem Appell sprechen sich die Mitunterzeichner auch für die Verteidigung der Pressefreiheit aus. "Diese Freiheit muss von allen verteidigt werden, beginnend bei den Behörden und den politischen Bewegungen in jedem Land", liest man in dem Text.

Zu den Mitunterzeichnern des Appells zählen Robert Namias, Informationsleiter im Privatsender TF1, Arlette Chabot, stellvertretende Generaldirektorin der Informationssendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender "France 2", Ulysse Gosset, Nachrichtenchef des Fernsehsenders "France 3", sowie die Chefredakteure Nicolas Beytout für "Le Figaro", Walter Wells für "International Herald Tribune", und Franck Nouchi für "Le Monde". Vertreten waren auch die Wochenzeitschriften "Le Nouvel Observateur" mit Jean Daniel, "L'Express" mit Denis Jeambar, "Le Point" mit Franz-Olivier Gisbert und "Paris Match" mit Alain Genestar. Die Nachrichtenagentur AFP wurde durch den Informationsleiter Pierre Taillefer repräsentiert.

Im Irak waren im Vorjahr bereits die beiden französischen Journalisten Georges Malbrunot und Christian Chesnot entführt worden. Sie wurden kurz vor Weihnachten nach viermonatiger Geiselhaft freigelassen. (APA)

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