Akademiker verlieren seltener den Job

4. Februar 2005, 13:39
43 Postings

Mit 1,9 Prozent hat Österreich die zweitniedrigste Akademikerarbeitslosenrate in der EU - Mit Infografik

Wien/Wiesbaden - Ein Hochschulabschluss ist keine Arbeitsplatzgarantie, aber er senkt das Risiko arbeitslos zu werden beträchtlich, betont das deutsche Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag. Demnach waren laut Arbeitskräfteerhebung vom 2. Quartal 2003 unter den EU-Bürgern mit einfachem Bildungsniveau 12,3 Prozent arbeitslos, aber nur 5,0 Prozent der Uni-Absolventen.

In Österreich betrug die Arbeitslosenrate bei den schlecht ausgebildeten Personen 7,9 Prozent bei den Akademiker hingegen nur 1,9 Prozent. Österreich hat damit hinter Ungarn (1,4 Prozent) die zweitniedrigste Akademikerarbeitslosigkeit in der EU.

Europaweites Muster

Das Muster eines mit der Höhe des erworbenen Abschlusses deutlich sinkenden Arbeitslosenrisikos zeige sich in allen 25 EU-Staaten, so die deutschen Statistiker. Lediglich die Ausprägung dieses Zusammenhanges variiere deutlich.

Während beispielsweise in Portugal der Abstand zwischen einfach und höher Gebildeten mit 5,3 Prozent gegenüber 6,1 Prozent gering ausfällt, ist in der Slowakischen Republik das Risiko arbeitslos zu werden bei einfacher Bildung mit einer Rate von 47 Prozent mehr als zehn mal so hoch wie mit einem Uni-Abschluss.

Drastischer Unterschied in Osteuropa

In mehreren osteuropäischen Ländern ist der Unterschied ähnlich drastisch. Dies deute darauf hin, dass Staaten, die sich im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbruch befinden und früher einmal industriell geprägte waren, besonders große Probleme haben, schlecht qualifizierte Personen zu beschäftigen.

In Deutschland beträgt die Arbeitslosenrate für schlecht ausgebildete Personen ohne Abschluss einer Berufsausbildung 15,7 Prozent gegenüber 5,0 Prozent bei den Uni-Absolventen. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.