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Naiv
"Suchmaschinen-User sind ein wenig wie Kinder, die ein schickes neues Spielzeug sofort ausprobieren wollen und daher die Spielanleitung nicht lesen", kommentiert Studienautorin Deborah Fallows das Ergebnis. Von jenen 38 Prozent der User, die sich der bezahlten Werbelinks bewusst sind, geben 47 Prozent an, in jedem Fall zwischen Werbung und Ergebnis unterscheiden zu können. Die Unterscheidung fällt also auch jenen schwer, die wissen, dass Google & Co mit Werbung Geld verdienen.
Unbedarft
Das Vertrauen in Suchmaschinen als "faire und unbefangene Informationsquellen" ist generell sehr hoch. 73 Prozent der User, die fünf Jahre oder weniger Interneterfahrung haben, sind dieser Meinung. Mit zunehmender Interneterfahrung sinkt das Vertrauen zwar, bleibt aber dennoch hoch (65 Prozent bei sechs Jahren oder mehr online). 87 Prozent geben an, dass sie "meistens ein Erfolgserlebnis" bei der Suche haben. "Suchmaschinen funktionieren scheinbar für alle", so Fallows. Die naiven User sind froh, schnelle Antworten auf einfache Fragen zu bekommen. Die mit Suchmaschinen vertrauten User sind zufrieden, weil sie wissen, was sie von der Suche erwarten können und wie sie die Suchmaschine klug nutzen.
Probleme
Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) geben an, dass die gesuchten Informationen zur Hälfte wichtig, zur Hälfte trivial sind. 28 Prozent geben an, meistens nach wichtigen Informationen zu suchen, 17 Prozent suchen hauptsächlich nach trivialen Infos. Es gibt einen Trend bei den Usern, eine Suchmaschine auszuwählen und dann nur diese zu verwenden. Das machen 44 Prozent der User so. 48 Prozent nutzen zwei bis drei Suchmaschinen, nur sieben Prozent testen mehr als drei.
56 Prozent der User nutzen täglich Suchmaschinen. 84 Prozent haben schon einmal auf diese Art eine Online-Suche gestartet. Die Hälfte der Befragten meint, auf Suchmaschinen verzichten zu können und mit traditionellen Mitteln zu Informationen zu kommen. 32 Prozent geben an, ohne Suchmaschine "nicht leben zu können". Bei den unter 30-Jährigen, die in der Regel weniger naiv sind und besser mit der Funktionsweise vertraut, geben sogar 36 Prozent an, im Internet ohne Suchmaschine auf verlorenem Posten zu stehen. Für die Studie wurden 2.200 US-User über 18 Jahre befragt. (pte)
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Was soll so schlimm an bezahlten Fundstellen sein?
Im ganzen Leben darf man nicht alles glauben, was man hört oder liest. Wer mich beeinflussen will, hat einen Grund dafür. Die Werbung kann mir viel erzählen - was ich glaube und was nicht ist immer noch meine Sache!
...objektiv, aktuell und demokratisch, zerbricht wieder einmal an einer solchen Meldung.
Es zeigt sich, was das Internet wirklich ist: Eine rasant mutierende Masse von Informationen, die einem nicht wirklich weiterhilft, solange ihr die ordnende Hand eines Redakteurs fehlt (wie es Clifford Stall formulierte).
Dabei denke ich weniger an Meinungen und Meinungsfreiheit, sondern mehr an sachlich falsche Informationen, welche die Benutzer für bare Münze nehmen. Weil es hip ist zu sagen: "Das stimmt sicher, habe ich sogar im Internet gelesen...".
Viele sehen die Suchmaschine sicherlich noch als Telefonbuch für das Web. Der Unterschied ist nur, dass im Telefonbuch jeder, der einen Anschluss hat, "reinkommt". Bei Suchmaschinen ist das anders: Hier bleiben viele außen vor, aus vielerlei Gründen - denn Suchmaschinen funktionieren halt anders als Telefonbücher (weil das Internet anders funktioniert). Ob sich das ändern wird? Wahrscheinlich nicht. Auch über bestimmte Funktionsweisen und Interessen bei einem relativ alten Medium wie dem Fernsehen besteht ja oft wenig Kritik oder Hintergrundwissen über dessen Programmauswahl oder Vorgehensweisen.
Leider ist es in der Tat nicht so, dass bezahlte Werbeeinträge von Suchergebnissen getrennt werden.
Aber nicht nur Geld bringt so manchem Unternehmen ein besseres Resultat bei Suchabfragen. Die Funktionalität von Suchmaschinen machen sich so manche zu Nutze, so etwa werden Schlagwörter - für den Leser nicht sichtbar - mehrere Male auf die Website gestellt, da z.B. Google nach Häufigkeit eines Suchbegriffs rankt. Also manipuliert wird - leider? - auch bei Suchmaschinen genug.
So what? Wer für die Platzierung seines Links zahlt, wird wohl auch was Vernünftiges zu bieten haben. Die "alles gratis" Obsession des Internets finde ich überzogen - und die vielen schlecht gemachten Webseiten von Amateuren will ich mit Google ohnehin nicht finden...
die liste (wird gern als Suchergebnis bezeichnet), wie sie es nennen, enthält bei google keine bezahlte werbung.
lediglich die entsprechend gekennzeichneten verweise oben (vor dem eigentlichen resultat) und am rechten rand (ebenfalls gekennzeichnet) sind bezahlte werbung. (Adwords).
dass sich das ergebnis dieser studie aus den usa auf europäische verhältnisse umlegen lässt. hier (in europa) sind die leute zwar wahrscheinlich etwas weniger naiv, aber trotzdem kann einem angesichts der technischen unbedarftheit oft schlecht werden.
aye, schwer..
altavista zb, technisch, da ich dort auch eine video suche hab, den hotbot verwend ich noch immer, mamma.com, die durchsucht mehrere andere SE, aber grundsätzlich gibts zu google keine wirkliche alternative. ka :: www.nnw.at
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