Mariahilf startet Initiative für weniger Lkw-Fahrten

16. Februar 2005, 11:28
posten

Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Verkehrsexperten und Politiker sollen Lösungen erarbeiten

Mariahilf will in einer Arbeitsgruppe über Maßnahmen beraten, Lkw-Fahrten zu verringern. "Ich möchte einen Weg finden, der die Wirtschaft nicht schädigt und der trotzdem weniger Lkw-Fahrten notwendig macht", erklärt die Mariahilfer Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann. Ziel sei es, Lärm und Staub zu verringern. Kaufmann lädt Experten der Wirtschaftskammer, der Arbeiterkammer, Verkehrsplaner und Politiker aller in Mariahilf vertretenen Fraktionen ein. Das erste Treffen ist im Februar geplant. Verkehrsstadtrat DI Rudolf Schicker begrüßt die interdisziplinäre Arbeitsgruppe und erhofft sich einvernehmliche Lösungsvorschläge für besonders stark betroffene Straßenzüge.

"Lkw's werden zu rollenden Lagern"

"Eine bessere Transportlogistik könnte viele Lkw-Fahrten einsparen", ist Bezirksvorsteherin Kaufmann überzeugt. "Viele halb-leere Riesenbrummer rollen durch unsere Gassen. Dazu kommt, dass die Lager der Geschäfte immer kleiner werden. Dadurch muss in immer kürzeren Intervallen geliefert werden. Die Lkw's werden zu rollenden Lagern", erklärt Kaufmann. Die täglichen Transporte haben sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt, obwohl nicht mehr eingekauft wird. Die Bevölkerung in Mariahilf ist in diesem Zeitraum sogar kleiner geworden.

Die Bezirksvorsteherin des Alsergrund, Martina Malyar, begrüßt die Initiative ihrer Mariahilfer Kollegin. Gemeinsam wollen sie die Arbeitsgruppe ausweiten. SPÖ-Bezirksvorsteher Stellvertreter von Neubau, Rainer Husty habe ebenfalls großes Interesse bekundet, er hätte bereits zahlreiche Ideen gesammtelt, heißt es in einer Aussendung.

Share if you care.