USA: "Keine Rolle" bei Festnahme von FARC-Anführer gespielt

21. Februar 2005, 16:53
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US-Außenministerium weist Vorwürfe von Chavez zurück

Washington - Die USA haben jede Verantwortung für die umstrittene Festnahme eines kolumbianischen Rebellenführers auf venezolanischem Staatsgebiet zurückgewiesen. Entsprechende Vorwürfe des Präsidenten Venezuelas, Hugo Chavez, seien "unbegründet", erklärte das US-Außenministerium am Montag. Die USA hätten "keine Rolle" bei der Festnahme des "Terroristen Rodrigo Granda" gespielt. Chavez hatte zuvor die USA für den "Angriff" verantwortlich gemacht.

Nach der Festnahme des "Außenministers" der linksgerichteten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) war es zu einer diplomatischen Krise zwischen Kolumbien und Venezuela gekommen. Chavez legte sämtliche Handelskontakte und Abkommen mit dem Nachbarland auf Eis. Er warf Bogota vor, mit der Verschleppung Grandas von Caracas nach Kolumbien Venezuelas Souveränität verletzt zu haben.

Die kolumbianische Polizei hatte Mitte Dezember erklärt, Granda sei in der kolumbianischen Grenzstadt Cucuta festgenommen worden. Die FARC-Guerilla gab jedoch kurz darauf bekannt, dass venezolanische Agenten den Rebellenführer im Auftrag Kolumbiens in Caracas festgenommen und gegen ein Kopfgeld nach Cucuta gebracht hätten. Die FARC-Rebellen sind seit 40 Jahren in Kolumbien aktiv. In dem seit Jahrzehnten andauernden Konflikt zwischen ultrarechten Paramilitärs, der Armee und Guerillagruppen kamen bisher etwa 200.000 Menschen ums Leben. (APA)

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