Österreich auf Erfolgskurs in Italien

4. Februar 2005, 10:54
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Trotz schwachen Wirtschaftswachstums kletterten Österreichs Exporte bis Oktober 2004 auf 3,8 Milliarden Euro - Weinlieferungen boomen

Auch wenn es in Italiens Wirtschaft kriselt, sind Österreichs Exporte nach Italien davon unberührt. Trotz schwachen Wirtschaftswachstums kletterten Österreichs Lieferungen bis Oktober 2004 um sechs Prozent auf 3,8 Mrd. Euro.

Der Handelsüberschuss, der seit der Jahrtausendwende zugunsten Österreichs ausfällt, erhöhte sich um 13 Prozent auf 1,28 Mrd. Euro. Damit festigt die Apenninhalbinsel die Position als zweitwichtigster Handelspartner Österreichs.

Holz, rustikale Möbel, Edelstahl und Wein

Holz, rustikale Möbel aus Österreich, Edelstahl und seit neuestem auch Wein heißen Österreichs Erfolgsfavoriten. Im traditionellen Weinland Italien haben sich die Weinimporte aus Österreich im Vorjahr um mehr als 200 Prozent erhöht.

"Österreichische Eis-und Dessertweine zählen zu unseren Favoriten", heißt es im Mailänder Nobel-Restaurant Four Seasons. Burgenländische Weine wurden kürzlich im weinverwöhnten Mailand prämiert.

Mehr Direktinvestitionen

Auch das Klima für italienische Direktinvestitionen in Österreich sei günstig, hieß es bei einem von der Österreichischen Handelsdelegation in Mailand gemeinsam mit dem lombardischen Unternehmerverband Assolombardo organisierten Investitionsseminar.

Dieses galt als Auftakt zu der breit angelegten Wien-Woche in Mailand, die die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Städten verbessern soll.

Die italienischen Direktinvestitionen in Österreich machen derzeit 634 Mio. Euro aus, ein Fünftel davon wurden 2003/04 investiert. Österreichische Unternehmen investierten umgekehrt allein 2003 131 Mio. Euro in Italien. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.01.2005)

Thesy Kness-Bastaroli aus Mailand
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