Indie-Labels zwischen Digitalmusik und Online-Musikbörsen

17. Februar 2005, 16:25
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Musikmesse Midem: Legale Internetmusikangebote sollen ausgeweitet werden und Handys sollen in Zukunft zu Digitalplayern werden

Die Musikmesse Midem 2005 öffnet zum 39. Mal in Cannes ihre Pforten. Während die Branche sich von der Krise zu erholen sucht, werden mehr als 9.000 Musikexperten aus aller Welt zwischen Konferenzen und Messeständen, bei guter Musik, über die Zukunft der Musikindustrie diskutieren. Über 2.000 Firmen, die neue Produkte und Dienstleistungen präsentieren wollen, werden erwartet.

Digitalmusik auf Handys und im Internet

Digitalmusik auf Handys und im Internet bestimmen die Themen der diesjährigen Messe, zu der auch Experten aus der Telekommunikations- und Internetbranche kommen werden. Legale Internetmusikangebote sollen ausgeweitet werden und Handys sollen in Zukunft zu Digitalplayern werden.

Alternative Plattenlabels

Vermehrte Aufmerksamkeit bekommen diesmal auch alternative Plattenlabels, die dank ihrer Nischenstrategien die stürmischen Zeiten überlebt haben, wohingegen sich der Mainstream-CD-Markt vom Einbruch in der Branche kaum erholt hat. Reine CD-Märkte seien so gut wie verschwunden, wie es in einem Artikel der Le Monde heißt. Nur die CD-Läden, die sich auf eine spezielle Klientel spezialisiert haben, konnten in urbanem Milieu überleben. Experten stellen aufgrund dieses Phänomens die an die Nachfrage nicht angepassten Verkaufsstrategien der großen Plattenfirmen und Händler in Frage.

Umrahmt wird die Messe von den 6. Energy Music Awards 2005. Für die Preise sind unter anderem Robbie Williams, Lenny Kravitz und Jennifer Lopez nominiert. Weitere Popgrößen und -neulinge wie Skunk Anansie oder Public-Enemy-Gründer Chuck D werden auch während der Midem bei Konzerten zu sehen sein. (pte)

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