Umfrage: Spielberg schadet steirischer VP

3. Februar 2005, 15:22
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SORA-Umfrage laut ORF-Radio Steiermark: Großer Imageschaden für Klasnic und ihre Partei nach Aus für Red Bull-Projekt

Graz - Das Scheitern des Red Bull-Projekts Spielberg dürfte sich auf die steirische Politik in den kommenden Monaten auswirken. Zu diesem Schluss gelangte das Meinungsforschungsinstitut SORA mittels einer Umfrage, die am Samstagvormittag vom ORF-Radio Steiermark gesendet wurde. 90 Prozent der befragten Steirer würden demnach glauben, dass durch das Scheitern des Projekts Spielberg großer Schaden entstanden ist.

Und 60 Prozent seien überzeugt, dass "das ÖVP-Team rund um LH Waltraud Klasnic das Projekt nicht ausreichend unterstützt" habe und es deshalb gescheitert sei. SORA-Leiter Günther Ogris sprach laut ORF von einem großen Imageschaden für Klasnic und ihre Partei.

"Nach dem EStAG-Skandal hat Klasnic schon viel an Wirtschaftskompetenz eingebüßt, das ist ein ernsthaftes Problem. Umfragen zeigen, dass die SPÖ noch zulegen kann, dass ein Überholen für die SPÖ möglich ist", so Ogris. Gewinner könnten laut SORA die Grünen und die Kleinparteien sein. Die in Graz erfolgreichen Kommunisten überlegten bereits mehrmals lautstark, bei den Landtagswahlen im Herbst mit einer Liste Ernest Kaltenegger - nach ihrem Grazer Spitzenmann benannt - anzutreten. Ein Grundmandat in Graz wird der KPÖ dabei von Beobachtern durchaus zugetraut. Möglich sei aber auch ein Erfolg bei Antreten des früheren ÖVP-Landesrates und genau um diese Zeit im Vorjahr gefeuerten EStAG-Vorstand Gerhard Hirschmann, hieß es.

Beim Meinungsforschungsinstitut OGM sieht man den Schaden für ÖVP-Chefin und Landeshauptfrau Waltraud Klasnic nicht so groß. OGM-Chef Wolfgang Bachmaier meinte: "Es wird die steirische ÖVP von der Opposition einige Angriffe aushalten müssen", aber es könne noch gelingen, mit einem Nachfolgeprojekt für Spielberg die Scharte auszuwetzen. Wie sehr das geplatzte Projekt Spielberg die Wähler tatsächlich beeinflussen werde, hänge laut Bachmaier aber zuletzt davon ab, wie stark und wie lange es in den Medien zum Thema gemacht werde, so das ORF-Regionalradio in seiner Morgensendung. (APA)

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