Soravia plant Kette von Ost-Shoppingcentern

3. Februar 2005, 14:46
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In Sofia wird bereits ein Grundstück gekauft

Wien/Bratislava - Nach der Eröffnung des Einkaufszentrums "Shopping Palace" (Projektname: "Soravia Palace") in Bratislava will die österreichische Projektentwicklergruppe Soravia nun das Know-how weiter in den Osten transferieren und eine "Shoppingcenter-Kette" schaffen. Dies sagte Thomas Seikmann, Partner der Familie Soravia bei einigen Projekten, im Gespräch mit dem STANDARD.

In Sofia sei man gerade dabei, ein Grundstück zu kaufen, in Bukarest befinde man sich in der Auswahlphase. In drei bis vier Jahren, "wenn die Kaufkraft so weit sein wird", soll eröffnet werden. In der slowakischen Hauptstadt soll indessen im Juni damit begonnen werden, das Einkaufszentrum weiter auszubauen. Die Nachfrage großer internationaler Ketten nach Verkaufsfläche in Bratislava sei "sehr stark". Auch die Pläne, eine Freizeitwelt à la Wiener Donauinsel, hinter der Shoppingmall, im Naherholungsgebiet "Zlaté Piesky", zu errichten, seien aufrecht. "Wenn die Autobahn von Wien 2007 fertig ist, sind wir es auch."

Millionendeal

In Bratislava gelang der Familie Soravia gemeinsam mit Seikmann ein weiterer großer Deal. Das ehemalige Druckereigebäude der Parteizeitung "Pravda", bisher im Eigentum mehrerer Familienmitglieder (insgesamt 75 Prozent) und Seikmanns (25 Prozent), wurde um insgesamt 30 Millionen Euro an die Siemens Kapitalanlagegesellschaft verkauft, die ihrerseits zu 51 Prozent im Besitz der UBS Global Asset Management, einer Sparte der schweizerischen UBS AG steht. Zehn Millionen sind gleich geflossen, zwanzig sollen folgen, nachdem das Areal revitalisiert ist.

Darum werde sich wiederum die Soravia-Gruppe kümmern. Der massive realsozialistische Bau im Zentrum wird abgerissen, es sollen neue Büroflächen, ein paar Shops sowie eine weitere Tiefgarage entstehen. Als Bauzeit sind 16 Monate angesetzt. (szem, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22./23.1.2005)

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