Erste Bank stuft AT&S zurück

2. Februar 2005, 20:08
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Von Kauf auf "Akkumulieren" - Kursziel von 18 auf 16,5 Euro reduziert, Gewinnschätzungen gesenkt

Wien - Die Erste Bank nimmt ihre Anlageempfehlung für den Leiterplattenproduzenten AT&S von "Kauf" auf "Akkumulieren" zurück. Das Kursziel wird auf 16,5 von 18 Euro gesenkt, was zum aktuellen Preisniveau einem Potenzial von rund 10 Prozent entspricht. Auf Grund des erwarteten steigenden Preisdruckes und des anhaltend schwachen Dollars werden die Gewinnschätzungen für 2005/06 um 16 Prozent von 1,31 auf 1,09 Euro je Aktie, und für 2006/07 von 1,41 auf 1,26 Euro je Aktie zurückgenommen. Die Gewinnerwartungen für das laufende Finanzjahr bleiben unverändert.

Die wahrscheinlichen Änderungen bei der verlustträchtigen Siemens Mobile beeinträchtigten die Ertragsaussichten, heißt es vor der am kommenden Mittwoch geplanten Veröffentlichung von Quartalszahlen. Siemens sei der zweitgrößte Kunden der AT&S. Gemeinsam mit Nokia stünden die beiden Unternehmen für 50 Prozent der Gesamtumsätze von AT&S.

Im Verhältnis zu seinen Konkurrenten biete AT&S aber immer noch Wertpotenzial. Das Unternehmen sei gut positioniert, um ein aktiver Player bei der laufenden Konsolidierung in der Leiterplattenindustrie zu spielen. Das organische Wachstum sei jedoch beschränkt, da das chinesische Werk bereits voll ausgelastet sei. Das zweite Werk in China werde nicht vor Herbst 2006 zusätzliche Kapazität und Umsätze bieten. Folglich liege es an den Akquisitionen, die Umsätze noch stärker wachsen zu lassen. Zusätzliches Geschäft vom neuen Handelsbereich sollte den erwarteten Preisdruck kompensieren.

Die Erste Bank sehe AT&S weiterhin als einen wichtigen Player in der Leiterplattenindustrie an, nehme aber eine vorsichtigere Haltung zur AT&S-Aktie ein, so Analyst Konrad Sveceny. (APA)

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