Hujara unterstreicht Warnung an Kitz

6. Februar 2005, 14:37
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Drohender Verlust von Super G, Slalom, FIS setzte aber kein Ultimatum - "Kann mir vorstellen, dass Kitzbühel zu einer Lösung kommt"

Kitzbühel - FIS-Renndirektor Günther Hujara hat die Warnung an Österreichs Ski-Mekka Kitzbühel noch einmal deutlich unterstrichen. Sollte sich die Lift-Situation punkto Super G und Slalom nicht verbessern, könnte es schon bald zum Verlust dieser beiden Rennen kommen. "Wenn die Situation nicht der entspricht, wie sie sein soll, dann kann das sehr schnell gehen", meinte Hujara in Kitz. Gleichzeitig betonte der FIS-Mann aber auch, dass er von einer baldigen Lösung des Problems ausgeht.

"Ich kann mir vorstellen, dass Kitzbühel mit seinem Ruf und dem vernünftigen Leuten, die hier arbeiten, zu einer sehr guten Lösung kommen wird. Das Projekt muss in Kitzbühel sehr wohl überlegt werden. Die Leute, die sich damit beschäftigen, wissen bescheid." Für die Abfahrt sei die Situation "grandios", "im Slalom- und Super-G-Bereich sind wir hier aber absolut am untersten Limit - es gibt nicht einmal eine Aufwärm-Möglichkeit".

"Nicht akzeptabel"

Stein des Anstoßes ist der relativ betagte Streifalm-Sessellift. Sollte dieser - wie von der FIS befürchtet - von den Bergbahnen tatsächlich bald entfernt werden, "hätten wir überhaupt keine Liftsituation für Slalom und Super G mehr", so Hujara. "Das ist für Weltcup-Rennen, gemessen am internationalen Standard, der überall gewahrt werden muss, nicht akzeptabel." Auch Kitz-Legende und Hahnenkamm-Rennchef Toni Sailer hält einen neuen Lift mit einer Ausstiegs-Stelle beim Slalom für unabdingbar. Die Trainer der Ski-Teams hatten Kitzbühel bezüglich der momentanen Situation ganz schlecht bewertet.

Die Bergbahnen wollen sich aus den öffentlichen Diskussionen heraushalten. "Kitzbühel klärt seine Angelegenheiten intern. Uns missfällt es, dass einer unserer Partner seine Forderungen über die Presse kundtut", meinte Bergbahnen-Vorstand Manfred Filzer. Zudem sei das Einstellen des Streifalm-Sesselliftes ohnehin nicht geplant - Details will Filzer aber in der Öffentlichkeit keine verraten.

Kein Ultimatum

Noch brennt der Hut aber nicht wirklich, denn die FIS hat den Hahnenkamm-Veranstaltern noch kein Ultimatum gesetzt. "Wir setzen keine Deadline, bevor hier nicht Entscheidungen getroffen sind. Alles hängt ganz alleine von der Entscheidung der Bergbahnen ab." Einen Bonus für Kitz wird es trotz der weltweiten Ausnahmestellung von Streif und Ganslernhang nicht geben: "Warum sollte ein Bonus vergeben werden, wenn dieser nicht erarbeitet wird."(APA)

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    Hujara versteht keinen Spaß wenn es um die Liftsituation geht.

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