Mobilkom-EDGE-Angebot unter Beschuss der Mitbewerber

1. Februar 2005, 16:44
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"3" spricht von "Marketinggag" - "UMTS Plus" der Mobilkom Austria sei nur ein "UMTS Minus"

Der fünftgrößte österreichische Mobilfunkbetreiber Hutchison ("3") wirft Marktführer Mobilkom Austria vor, mit dem neuen Kombiangebot EDGE/UMTS lediglich einen "Marketinggag" präsentiert zu haben. Die von der Mobilkom gewählte Bezeichnung "UMTS Plus" sei "mehr als irreführend", so "3"-Chef Berthold Thoma am Freitag in einer Aussendung. EDGE könne "wesentlich weniger als UMTS - deshalb sollte es eigentlich 'UMTS minus' heißen, ätzte der UMTS-Anbieter "3" in Richtung Konkurrenz. EDGE einzuführen sei nichts anderes, als "die alte Dampflokomotive GSM für ihre letzte Fahrt nochmal aufzufrisieren", so Thoma.

"Das als UMTS zu verkaufen ist gewagt."

Wenig Schmeichelhaftes kommt auch von den anderen Mobilkom-Mitbewerbern. Die Tageszeitung "Die Presse" zitiert in der heutigen Ausgabe T-Mobile-Sprecherin Manuela Bruck mit den Worten: "Das als UMTS zu verkaufen ist gewagt." One-Sprecher Florian Pollack meinte gar: "Was die Mobilkom unter UMTS-Plus anbietet, ist so, als würde man bei einem Auto Spikes montieren und es unter Vierrad-Plus verkaufen."

"Enhanced Data for GSM Evolution"

Die Mobilkom hatte gestern angekündigt, bis Mitte 2005 die Technologie EDGE ("Enhanced Data for GSM Evolution") als Zwischenstufe zu UMTS ("Universal Mobile Telecommunication System") in den ländlichen Regionen anzubieten. (APA)

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    Mobilkom-Chef Nemsic

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