Mozart als Touristenattraktion

18. November 2005, 15:29
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Im Figarohaus soll nach dem Umbau nicht nur Mozarts Wohnung zu besichtigen sein, ganze sechs Ebenen sollen multimedial überraschen

Wien - Bisher besuchten rund 70.000 Touristen pro Jahr das "Figarohaus", in der Zukunft sollen es 160.000 bis 180.000 sein: Seit Ende 2004 geschlossen, wird das Gebäude gegenwärtig um 6,5 Millionen Euro restauriert - und am 27. Jänner 2006, zu Mozarts 250. Geburtstag, als "Mozarthaus Vienna" wieder eröffnet.

Mozarts Lieblingsdomizil in Wien

Die repräsentative Wohnung im ersten Stock der Domgasse 5, in der Mozart von 1784 bis 1787 lebte, soll dessen Lieblingsdomizil in Wien gewesen sein: Im reich mit Stuck ausgestatteten Arbeitszimmer komponierte er unter anderem Die Hochzeit des Figaro.

Sechs Ebenen Mozart

Künftig wird aber nicht nur die Wohnung zu besichtigen sein: Auf sechs Ebenen mit rund 1000 Quadratmetern will man das Leben und Werk würdigen: Der Rundgang beginnt im dritten Obergeschoß (Mozart und seine Zeit in Wien), im zweiten Stock wird das Musikgenie thematisiert, im Eingangsbereich soll es einen Shop und ein Café geben. Im zweiten Kellergeschoß schließlich wird ein multimedialer Veranstaltungsraum mit 120 Plätzen errichtet.

Realisiert wird das Projekt von einem Tochterunternehmen der Wien Holding, an dem die Raiffeisen zu 25 Prozent beteiligt ist. Die Stadt Wien beteiligt sich an den Kosten mit einer Million Euro, der Bund mit 600.000 Euro. Ein ausgeglichenes Jahresergebnis wird erstmals für 2008 angestrebt. (trenk, DER STANDARD Printausgabe 20.1.2005)

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