Umweltanwalt: "Professionalität hat gefehlt"

7. Februar 2005, 14:30
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Grüne stellen Frage nach Wiedererrichtung und Kosten

Graz - "Es hat an Professionalität gefehlt", kommentierte der steirische Umweltanwalt Alois Oswald das Scheitern des Projekts Spielberg nach der Aufhebung der Bewilligung durch den Bundesumweltsenat und dem Rückzug von Red Bull.

Die Schuld liege sowohl beim Konsenswerber als auch bei der Verwaltung: "Die Einreichung war mangelhaft und die Behörde hat darauf aufgebaut, statt sie zurückzuweisen", resümierte Oswald im APA-Gespräch. Oswald hatte zunächst selbst Einspruch erhoben, diesen jedoch nach Konzessionen an die Anrainer zurückgezogen.

"ÖVP unfähig Großprojekte abzuwickeln"

Ähnlich auch die steirische Grünen Klubchefin Ingrid Lechner-Sonnek: "Bedauerlich für eine Region, dass die ÖVP nicht in der Lage ist, ein Großprojekt ordnungsgemäß abzuwickeln." Zudem würden sich mit dem "Aus" auch rechtliche und zusätzliche Finanzierungsfragen auftun.

Wie Lechner-Sonnek meinte, hätten örtliche Rechtskundige schon vor Schleifung des A1-Rings darauf verwiesen, dass mit dem Abbruch auch die Genehmigungen erlöschen.

Sollte es also zu einer Wiedererrichtung - deren Kostenhoheit ebenfalls fraglich sei - kommen, müssten vermutlich alle Verfahren von der Baubewilligung bis zur Homologisierung der Rennstrecke neu abgewickelt werden. Es bestehe der Verdacht, dass auch eine Wiedererrichtung von den Kosten her beim Land "picken bleibt". (APA)

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