Arbeitsstiftung wird vorbereitet

3. Februar 2005, 15:15
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Laut Tiroler LHStv. Eberle voraussichtlich gemeinsame Stiftung für beide Standorte

Innsbruck - Im Hinblick auf die bevorstehende Schließung des Austria-Tabak-Werkes in Schwaz sei die Einrichtung einer Arbeitsstiftung im Gange. Dies erklärte Wirtschaftslandesrat, LHStv. Ferdinand Eberle (V) am Mittwoch. Nachdem auch das Werk in Fürstenfeld betroffen sei, werde es voraussichtlich eine gemeinsame Arbeitsstiftung für beide Standorte geben.

Das Land Tirol verhandle bereits über die Abteilung Wirtschaft und Arbeit mit der Unternehmensführung von Austria-Tabak Wien und den Arbeitnehmervertretern, hieß es in einer Aussendung.

Noch im Dezember habe es Gespräche zwischen der Landesregierung und der Unternehmensführung über die Tabakwerke Schwaz gegeben, erklärte Eberle. Dabei sei versichert worden, dass der Standort mittelfristig nicht gefährdet sei. "An dieser Aussage war auf Grund der guten Ertragslage des Standortes auch nicht zu zweifeln", sagte Eberle.

Kritik an Grasser

Der Tiroler SPÖ-Vorsitzende, LHStv. Hannes Gschwentner übte indes scharfe Kritik an Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Dessen Privatisierungssucht habe schon genügend Schäden - auch in Tirol - angerichtet. Dass nun aber ein höchst profitabler Betrieb geschlossen werde, schlage dem Fass den Boden aus, meinte Gschwentner. (APA)

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