Interview: Giger über die WM-Planung

6. Februar 2005, 14:37
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"Momentan habe ich noch kein Kopfweh" - Das Timing Richtung Bormio scheint ideal

Kitzbühel - Die heißeste Zeit des alpinen Winters 2004/2005 wird in Kitzbühel eingeläutet. Nach den 65. Hahnenkamm-Rennen folgt am Dienstag das Nachtslalom-Spektakel in Schladming, ehe dann am 28. Jänner die Weltmeisterschaften in Bormio beginnen. Enorme Belastungen nicht nur für Benni Raich und Co., sondern auch für den ÖSV-Trainerstab. Im Gespräch mit der APA versicherte Herren-Chef Toni Giger jedoch, dass er auf Grund der bevorstehenden WM-Aufstellung noch keine schlaflosen Nächte hat.

Wie groß ist das Kopfweh, das Ihnen die bevorstehende Nominierung des WM-Aufgebots bereitet?

Giger: "Momentan habe ich noch kein Kopfweh. Momentan werden die Ergebnisse gesammelt und die Formkurven der einzelnen Athleten beobachtet. Nach Schladming machen wir dann die Aufstellung".

Je näher die WM rückt, umso stärker und konstanter wird das Herren-Team. Ist das Timing ideal gelungen?

Giger: "Es schaut so aus, dass einige Läufer eine sehr gute Formentwicklung Richtung WM aufweisen. Und das ist erfreulich. Bis jetzt haben wir 30 Podestplätze erreicht, das ist sehr, sehr gut. Wenn das so weiter geht, könnte es eine der erfolgreichsten Saisonen in der Geschichte des österreichischen Herren-Rennsports werden. Und das, obwohl wir heuer sehr viele junge Läufer in die Mannschaft eingebaut haben. Diese Burschen legen eine absolut positive Entwicklung hin".

Vor allem Johann Grugger hat sich blendend entwickelt, was sind seine großen Stärken?

Giger: "Er ist ein unheimlich konsequenter Bursche. Konsequent im Schwung, konsequent in der Vorbereitung und im Konditionstraining. Das zeichnet ihn aus".

Kitzbühel 2005 steht vor der Tür, wie sehen die Tücken der Streif aus?

Giger: "Die Streif ist vielleicht die attraktivste Abfahrtspiste überhaupt. Sie weist alles auf, was eine Abfahrt haben soll. Sie ist technisch schwierig, man muss aber auch ein guter Gleiter sein. Man braucht eine unheimlich gute Einschätzung des Risikos".

Warum ist die Streif diesmal so besonders schwer?

Giger: "Es ist an gewissen Stellen sehr, sehr eisig. Zudem sind die Geländeformen diesmal sehr deutlich ausgeprägt. Es sind Buckeln drinnen, über die man früher drüber gefahren ist. Jetzt werden das Sprünge von bis zu 30 Meter Flugweite".

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    "Die Streif ist vielleicht die attraktivste Abfahrtspiste überhaupt"

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