Hohe Strafe für Chemiekartell

3. Februar 2005, 14:46
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EU-Kommision verdonnert mehrere Chemie-Unternehmen wegen Preisabsprachen zu knapp 217 Millionen Euro

Brüssel - Die EU-Kommission hat mehrere europäische Chemieunternehmen, darunter die inzwischen fusionierte deutsche Hoechst AG, wegen verbotener Preisabsprachen mit einer Strafe von insgesamt 216,91 Mio. Euro bestraft. Auf Hoechst entfallen 74,03 Mio. Euro, entschied die Kommission am Mittwoch in Brüssel. Die Absprachen betrafen Monochlor-Essigsäure, die bei der Herstellung von Reinigungsmitteln oder Klebstoffen gebraucht wird.

Herstellung von Reinigungsmitteln und Klebstoff betroffen

Zur Kasse werden auch die niederländische Akzo Nobel mit 84,38 Mio. Euro und die inzwischen unter Arkema firmierende französische Atofina mit 58,5 Mio. Euro. Laut Kommission war auch die deutsch-schweizerische Clariant beteiligt, die die Sparte für dieses Chemieprodukt 1997 von Hoechst übernommen hatte. Clariant beichtete das Kartell der Kommission und muss als Kronzeuge nichts bezahlen.

Hoechst gehört nach zwei Fusionen inzwischen zum Sanofi-Aventis-Konzern. Die Strafen für Atofina und Hoechst wurden kräftig aufgestockt, da die beiden Unternehmen schon früher ähnliche Verstöße begangen hatten. (APA/dpa)

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