Mindestens 49.956 Austritte

11. Februar 2005, 15:48
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Rund 50.000 Österreicher, die vor einem Jahr noch Katholiken waren, sind jetzt keine mehr

Mindestens 49.956 Österreicher, die vor einem Jahr noch Katholiken waren, sind jetzt keine mehr - und dabei sind die Zahlen der Erzdiözese Wien - sie umfasst das Vikariat Wien und das östliche Niederösterreich - noch nicht einmal komplett.

Dort haben in den ersten elf Monaten des Vorjahres 15.223 Menschen die katholische Kirche verlassen, im Vergleichszeitraum des Jahres 2003 waren es 12.639 Austritte in der Erzdiözese Wien. Diese größte Diözese meldet 1,360.433 Mitglieder, von denen 175.000 wöchentlich die heilige Messe besuchen.

Die Zahl der Kirchenaustritte hat sich seit den frühen Achtzigerjahren verdoppelt - die Bestellungen der Bischöfe Groër und Krenn sowie alle Skandale um personelle Entscheidungen und sexuelle Verfehlungen haben sich in der Austrittsstatistik mit je einem neuen Schub niedergeschlagen.

Die katholische Kirche ist allerdings nicht die einzige, die Gläubige verliert: Die (wesentlich kleinere) evangelische Kirche verzeichnete im Vorjahr 2255 Austritte - das ist, im Unterschied zu den katholischen Christen, eine leichte Abnahme. In Niederösterreich ist aber auch bei den Protestanten die Zahl der Austritte um ein Drittel gestiegen. (DER STANDARD; Printausgabe, 19.1.2005)

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