Premier setzt Neuwahlen an

7. Februar 2005, 19:23
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Anders Fogh Rasmussen lässt schon am 8. Februar wählen - Offizielle Begründung: Kollision mit Gemeindereform soll vermieden werden - Geplanter Termin im Jänner wegen Tsunami verschoben

Kopenhagen/Helsinki - Der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen hat am Dienstag wie erwartet für den 8. Februar vorgezogene Neuwahlen ausgerufen. Der Regierungschef bezeichnete den ursprünglich geplanten Termin im November bei seiner Rede im Parlament in Kopenhagen (Folketing) als "praktisch nicht haltbar" und führte im Zusammenhang damit das drohende Zusammenfallen der Parlamentswahlen mit der geplanten Gemeindereform an.

Der neue Wahltermin 8. Februar war bereits in den vergangenen Tagen durchgesickert, so dass in Teilen des Landes bereits in der Nacht auf Dienstag Wahlplakate aufgehängt wurden. Mehrere Parlamentsparteien wollten noch am Dienstag ihr Wahlprogramm vorstellen. Auch wurden schon etliche TV-Konfrontationen zeitlich festgelegt.

Drei Wochen Wahlkampf

In dem knapp dreiwöchigen Wahlkampf wird ein auf Fogh Rasmussen und seinen sozialdemokratischen Herausforderer Mogens Lykketoft zugeschnittenes Personen-Duell erwartet. Derzeit sehen Meinungsumfragen die Mitte-Rechts-Koalition Fogh Rasmussen und die sie unterstützende rechtspopulistische Dänische Volkspartei klar in Front.

Fogh Rasmussen bestätigte in seiner Ansprache vor dem Parlament am Dienstag Medienberichte, wonach die Neuwahlen ursprünglich bereits im Jänner durchgeführt werden hätten sollen. Er habe es jedoch für angezeigt gehalten, den Termin nach der Tsunami-Katastrophe um einige Wochen zu verschieben, so der Ministerpräsident. (APA)

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    Anders Fogh Rasmussen, Premier

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