Für Zulehner ist Krise der 86-er Jahre ausgestanden

11. Februar 2005, 15:48
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Pastoraltheologe: Kirche wird wieder Tritt fassen - Leitenberger: Skandal von St. Pölten hat große Rolle gespielt

Der Pastoraltheologe Paul Zulehner glaubt trotz der höchsten Zahl an Kirchenaustritten im abgelaufenen Jahr, dass die "Krise der 86-er Jahre ausgestanden" ist. Die Kirche habe jetzt die "letzte Quittung" für den 1986 eingeschlagenen Kirchenkurs bezahlt und werde "wieder Tritt fassen".

In der "ZIB 2" des ORF sagte Zulehner, nach der großen Problematik und Auseinandersetzung um Kardinal Hans Hermann Groer sei der "zweite Krankheitsschub" durch die Skandale in der St. Pöltner Diözese um den ehemaligen Diözesanbischof Kurt Krenn "noch schmerzlicher". Außerdem seien die Menschen heute "wählerischer geworden". In einer modernen Zeit bestimmten die Menschen selber, wie sie es mit einer politischen Partei, einer Gewerkschaft und "daher auch mit der Kirche halten". Jedenfalls werde die Kirche, wenn sie nicht an sich selber denkt, sondern an die Menschen, Zustimmung erhalten.

Der Sprecher der Erzdiözese Wien, Erich Leitenberger, meinte, "ohne Zweifel haben die Kirchenprobleme des Vorjahres, der Skandal in St. Pölten, eine große Rolle" für die Austritte gespielt. (APA)

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