Dicht bebauter Bezirk mit vielen Lokalen

27. Oktober 2005, 16:32
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Museumsquartier, Theater, Spittelberg und junge Wohnbevölkerung in Wien-Neubau.

Unzählige Lokale und eine überdurchschnittlich junge Wohnbevölkerung finden sich im dicht verbauten, einstigen Studentenbezirk Neubau weiterhin. Hinzugekommen sind Anwaltskanzleien, Arztpraxen und eine starke Präsenz der Kreativbranche. Es gibt mehr Single-Haushalte und weniger Autobesitzer als im Wiener Durchschnitt. Insgesamt leben heute 28.292 BewohnerInnen in dem 1,61 km2 großen siebten Wiener Gemeindebezirk.

Der Bezirk mit der Mariahilfer Straße als Grenze zum sechsten Bezirk wurde 1850 aus den Vorstädten Neubau, St. Ulrich, Spittelberg, Schottenfeld und Lerchenfeld gebildet. Er erlebte mit dem Bau von Band- und Seidenfabriken im 18. Jahrhundert einen starken Aufschwung und wurde danach dicht verbaut. Die teilweise noch erhaltenen Alt-Wiener Vorstadtgassen und -häuser sind nach wie vor charakteristisch für den siebten Bezirk.

Die ehemalige Hofstallungen (1723 vollendet) wurden 1998 zum Museumsquartier umgebaut. In der Nachbarschaft finden sich das Volkstheater (1889) und u.a. für seine Kunsthandwerk-Märkte bekannte Spittelberg. Neben dem Renaissancetheater ("Theater der Jugend") haben auch kleinere Theater und Kulturinitiativen ihre Heimat in Wien-Neubau gefunden.

Neubau bekam 2001 mit Thomas Blimlinger den ersten grünen Bezirksvorsteher, bei den Bezirksvertretungswahlen 2005 konnte er sogar um 10 Prozent auf 43,26 Prozent für die Grünen zulegen.

Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2005:
SPÖ 33,53 Prozent
FPÖ 8,49 Prozent
ÖVP 20,26 Prozent
GRÜNE 34,68 Prozent 
KPÖ 2,15 Prozent
BZÖ 0,89 Prozent


 

  • Artikelbild
    foto: christian fischer
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