Langlaufen bei der Biokuh

26. April 2005, 13:11
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Zwei gemütliche Loipen mit Panoramablick im westlichen Nockgebiet

Langläufer, welche die Kegelloipe auf dem Hochrindl - im westlichen Nockgebiet bei Deutsch Griffen und Sirnitz - durcheilen, staunen nicht schlecht, wenn sie plötzlich vor einer hölzernen Kuh stehen, die als Biokuh gekennzeichnet ist und darauf aufmerksam macht, dass man in der nahe gelegenen Jausenstation nur Speisen und Getränke aus eigener, vollbiologischer Produktion kredenzt, von den Würsteln bis zum Zirbenschnaps.

Das Hochrindl hat sich als alpines Skigebiet bereits einen Namen gemacht, es bietet aber auch den Langläufern zwei Runden, die zwar nicht sehr lang, aber landschaftlich überaus reizvoll und abwechslungsreich sind. Die Panoramaloipe, die an den Fuß des Lattersteigs und in einem weiten Bogen zurückführt, bietet immer wieder eine traumhafte Aussicht zum Speikkogel, zur Falkertspitze und zur Moschelitzen sowie zu den Karawanken. Vor allem jene Langläufer, die nicht in vollem Tempo dahinrasen, sondern eher das gemütliche Gleiten und Verweilen an schönen Plätzen bevorzugen, werden auf der Runde voll auf ihre Rechnung kommen. Die zu bewältigenden Steigungen halten sich in Grenzen, man hat nur eine scharfe Kurve zu passieren, die aber so übersichtlich ist, dass man keine Probleme zu erwarten hat. Da man über weite Strecken nur eine Einzelspur vorfindet, empfiehlt es sich, die Strecke im Gegenuhrzeigersinn zu durchlaufen, um etwaigen Karambolagen aus dem Weg zu gehen. Auf der Strecke liegt die Riaplhütte - in den Karten Ripplhütte -, in der man bequem Rast machen kann.

Die Kegelloipe ist identisch mit dem Höhenwanderweg, daher muss man mit Fußgehern rechnen, die mitunter auch die Spur zertrampeln. Zwar bemüht man sich, die Loipe in Schuss zu halten, aber teilweise vergebens. Da die Runde leicht ist, hält sich der Ärger in Grenzen.

Die Höhenlage des Gebietes garantiert bis in den Frühling gute Schneeverhältnisse; Präparierung der Strecken und Trassenführung lassen keinen Wunsch offen. Hin und wieder findet man sogar Kilometerangaben vor. Nur bei schlechtem Wetter und starkem Wind sollte man im Wirtshaus bleiben, denn in dem offenen Terrain kann es sehr ungemütlich werden, zudem wird die Spur verweht.

Die Panoramaloipe hat eine Länge von rund 12 km mit einem Höhenunterschied von rund 160 m; die Kegelloipe ist 6 km lang mit einem Höhenunterschied von 80 m. Beide Runden sind als leicht einzustufen und führen stets durch übersichtliches Terrain. Es gibt keine Spur für die Skater. Im Prospekt "Skigebiet Hochrindl" gibt es einen primitiven, aber ausreichenden Loipenplan. Eventuell hilft die Bundesamtskarte, Blatt 184 (Ebene Reichenau).

Von Bernd Orfer
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