Strommaut: Verbund gibt Senkung weiter

4. Februar 2005, 11:13
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Politstreit in Salzburg wegen Landesversorger

Wien/Salzburg - Die in der Vorwoche von der Regulierungsbehörde E-Control verordneten niedrigeren Durchleitungstarife für Strom werden die Verbund-Netztochter APG gut 20 Mio. Euro kosten; das entspricht einer Tarifkürzung um elf Prozent. An die Kunden des Verbunds werde der Preisvorteil eins zu eins weitergegeben, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Das ist nicht überall so. Die Landesenergieversorger in Salzburg, Kärnten und im Burgenland, denen ebenfalls eine Senkung der Netztarife per 1. Februar verordnet wurde, haben eine Verteuerung der reinen Energiekomponente angekündigt. Haushalte ersparen sich in diesen Versorgungsgebieten nichts, außer sie wechseln den Anbieter.

Unmut

Unmut über die Vorgangsweise der Stromversorger gibt es in Salzburg. Nach Forschungsstaatssekretär Eduard Mainoni (FP), der am Sonntag angekündigt hat, in der Causa Salzburg AG die Regierung einzuschalten, meldete sich am Montag die Klubobfrau der Freiheitlichen der Stadt Salzburg, Doris Tazl, zu Wort: "Weil die Geschäftsführung der Salzburg AG die von der E-Control angeordnete Senkung der Netzgebühren nicht an die Konsumenten weitergeben will, müssen die von der Stadt Salzburg entsandten Aufsichtsräte diese Senkung durchsetzen."

Energieregulator Walter Boltz hat indessen weitere Netztarifsenkungen in anderen Bundesländern in Aussicht gestellt. Niedrige Netztarife würden den Wettbewerb begünstigen. (stro, APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.01.2005)

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