Gründerstimmung an der Boku

14. Februar 2005, 18:13
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Nach Uni und TU steigt auch die Universität für Bodenkultur beim Gründerzentrum Inits ein

Nach der Uni Wien und der Technischen Universität beteiligt sich nun auch die Universität für Bodenkultur am Gründerzentrum Inits. Man gebe damit jungen Forschern eine Chance, mittelfristig Projekterfahrung zu sammeln bzw. in einem Unternehmen zu arbeiten, lobte Boku-Rektor Hubert Dürrstein.

Geld und Beratung

Inits kümmert sich um die Unterstützung von Unternehmensgründungen aus dem akademischen Bereich. Das Gründerservice kümmert sich etwa um Beratung und finanzielle Unterstützung für die Projekte, stellt Infrastruktur zur Verfügung und organisiert Networking-Veranstaltungen sowie Treffen mit potenziellen Investoren (am 27. Jänner zum Beispiel mit einem Investorentag in der Wiener Börse).

46 Projekte im Vorjahr

An den Unternehmen selbst geht Inits aber keine Beteiligung ein. Für die Betreuung von potenziellen Projekten gebe es einen "harten Filter", sagt Inits-Geschäftsführer Michael Rauhofer. Allein im vergangenen Geschäftsjahr habe es 200 Erstgespräche gegeben, die in 46 Coaching-Projekte mündeten. In diesen würde ein Geschäftskonzept und ein Projektantrag erarbeitet, die einem Expertenbeirat zur Entscheidung über die Aufnahme vorgelegt werden - geblieben sind im Vorjahr davon 15 Projekte, insgesamt werden 20 betreut.

"Marktversagen"

In der frühesten Phase der innovativen Firmengründung herrsche ein Marktversagen der Investoren, begründete Rauhofer das Engagement von Inits. Allerdings müssen die Unternehmen bald auf eigenen Beinen stehen - die kostenlose Unterstützung durch Inits ist nämlich auf eineinhalb Jahre beschränkt, anschließend wird sie kostenpflichtig. Derzeit sei aber eine Verlängerung dieses eineinhalbjährigen Inkubationszeitraums in Diskussion.

Beispiele für geförderte Ideen: Meteomedia will neue Software für bessere Wetterprognosen entwickeln und so zur Professionalisierung von Vorhersagen beitragen. Interessant ist das für die Schadensvorhersagen von Versicherungen. Weitere Projekte: die Automatisierung der Digitalisierung von Dokumenten und Büchern oder ein Modul zur ortsungebundenen Kühlung von Getränkedosen. Initis wurde 2002 als AplusB-Zentrum (Academia plus Business) gegründet. AplusB ist ein Programm, das von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG abgewickelt wird. (DER STANDARD Printausgabe, 17.01.2005)

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