Richtig einheizen mit einer Redaktion

18. Februar 2005, 13:27
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Die Zeitung rückte sozusagen in die zweite Reihe

Was folgte, waren wieder revolutionäre Schritte in der noch jungen Branche. Februar 1997: Die ganze Print-Zeitung wurde im Web übernommen. So, wie auch das gesamte Archiv über das Internet abgerufen werden konnte. Gratis. Eine Entscheidung, die zuvor das ganze Haus gespalten hatte. Eine Frage, die damals die ganze Welt spaltete. "Es war schlicht die Entscheidung, ob man sich selbst kannibalisiert, oder ob man sich von anderen kannibalisieren lässt", erinnert sich Alexander Mitteräcker. Wie sich zeigte, war es die Schlüsselentscheidung für den nachhaltigen Erfolg von derStandard.at. Und die positive Wechselwirkung für die gesamte Marke STANDARD war bald für alle offensichtlich.

Richtig einheizen

As time goes by – und im Onlinebusiness tut sie das schneller als sonstwo. Schon im Herbst 1997 entstand der Eindruck, dass der Vorsprung, mit dem derStandard.at die Konkurrenz jahrelang vor sich hergetrieben hatte, langsam, aber sicher dahin war. Die logische Reaktion: Denen heizen wir ordentlich ein. Mit einer eigenen Redaktion. Die Entscheidung fiel bei einer Besprechung mit Print-Chefredakteur Gerfried Sperl. "Wir haben da ein paar Volontäre, die sind gar net so schlecht", reagierte der prompt wie immer. Und so "übersiedelten" einige ins neue Medium. Wieder so eine richtungsweisende Neuorientierung: Die Zeitung rückte sozusagen in die zweite Reihe – "vorne" wird seither das Aktuellste geboten. Etwas, das einige andere Zeitungen noch immer nicht nachvollziehen konnten und so ließen sie auf der Einstiegseite höchstens einen Newsticker laufen.

Teil fünf: Klaus Weinmaier fährt auf Urlaub

  • "Vorne" wird seit Herbst 1997 das Aktuellste geboten.
    foto: derstandard.at

    "Vorne" wird seit Herbst 1997 das Aktuellste geboten.

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